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Panorama Eichhörnchen Pippilotta nach Nickerchen ausgewildert
Nachrichten Panorama Eichhörnchen Pippilotta nach Nickerchen ausgewildert
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13:22 16.09.2018
Das Eichhörnchen Pippilotta knabbert an einer Nuss. Quelle: Larissa Fritzenschaf/wildtierauffangstation Karlsruhe
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Karlsruhe

Das Karlsruher Eichhörnchen-Mädchen Pippilotta hat nach fünf Wochen erstmals wieder Freiheit geschnuppert. „Die Schlupflöcher der Voliere sind geöffnet worden und Pippilotta ist mit Björn nun offiziell ausgewildert“, sagte ihre Pflegemutter Larissa Fritzenschaf am Samstag.

Pippilottas Volierenpartner Björn sei relativ zügig nach draußen geklettert. „Pippilotta hat lieber noch ein kurzes Nickerchen eingeschoben, aber ist nun auch draußen unterwegs“, sagte Fritzenschaf der Deutschen Presse-Agentur.

Pippilotta machte Schlagzeilen, weil sie sich am 9. August so hartnäckig an die Fersen eines Mannes geheftet hatte, dass dieser die Polizei alarmierte. Das nur wenige Wochen alte Tier kam zur Wildtierauffangstation Karlsruhe, wo es aufgepäppelt wurde. Die Helfer glauben, dass das Tier aus einem Nest gefallen war und den Mann aus purer Not verfolgt hatte. Die Kleine war stark dehydriert, schwach und am Auge leicht verletzt.

Pippilotta war vor der Auswilderung topfit, knabberte Nüsse und Obst und bewies schon in einer Außenvoliere Sprungkraft. Auch hatte sie mit ihrem Ziehbruder Björn einen Kameraden gefunden. Für die Auswilderung wurden zwei Schlupflöcher der Voliere geöffnet - groß genug für Eichhörnchen, aber zu klein für einen Marder. „So haben die beiden einen sicheren Rückzugsort“, sagte Fritzenschaf. Denn anfangs kommen ausgewilderte Eichhörnchen gern zurück. Nach und nach wird der Bewegungsradius größer, bis sie ganz ihr Ding machen. „Erwachsensein bedeutet bei Eichhörnchen nämlich auch, als Einzelgänger allein zu leben“, erläuterte Fritzenschaf.

Im Vergleich zu anderen Handaufzuchten sei Pippilotta - die mit ihrem feuerroten Fell an das rothaarige Mädchen im Kinderbuch erinnert - weniger auf die Zieheltern fixiert und habe es recht schnell abgelehnt, gefüttert zu werden. „Sie hat einen eigenen Kopf, ist sehr selbstständig und macht, was ihr gefällt.“ Sollte im Winter die Nahrung draußen knapp werden, gebe es an der Voliere etwas: „Das Futterbord ist immer bestückt.“

dpa

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