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Panorama Ein weißes Kleid und dann ein Shitstorm
Nachrichten Panorama Ein weißes Kleid und dann ein Shitstorm
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04:25 06.09.2013

Als Pippa Middleton im April 2011 in einem atemberaubenden weißen Kleid als Brautjungfer für ihre Schwester Kate auftrat, war der Boulevard außer sich vor Begeisterung. Mit der schönen Schwester der Herzogin schien ein Star geboren. Keine eineinhalb Jahre später boten die Wettbuden in London Wetten darauf feil, wie oft sich Pippa wohl bei der Niederkunft ihrer Schwester vor versammelter Fotografenmeute ins Bild drängeln werde. Pippa wird heute 30 Jahre alt — und ihr Stern scheint schon wieder zu verglühen.

Unglückliche Auftritte und

Spott der Boulevard-Blätter

Was auch immer Pippa Middleton zuletzt anfasste — es wollte ihr einfach nicht glücken. Sie ließ sich mit den falschen Leuten fotografieren, wie auf einer dekadenten Party in Paris. Dann rutschte ihr das Minikleid zu hoch, wie auf der Londoner „Fashion Week“. Für ihren Partyratgeber soll sie zwar 400 000 Pfund (rund 465 000 Euro) kassiert haben. Doch das Buch lag nicht nur wie Blei in den Regalen, es wurde sogar zur Lachnummer. In zahlreichen Internet-Foren machten sich Scherzkekse einen Spaß daraus, die von Pippa Middleton aufgeschriebenen Banalitäten zu karikieren.

Inzwischen schreibt die studierte Literaturwissenschaftlerin eine Kolumne mit Kochrezepten für die Supermarktkette „Waitrose“. Doch noch bevor sie die erste Zeile veröffentlicht hatte, meldeten sich Leser zu Wort, die das Engagement Middletons für das Kundenmagazin als „Beleidigung“ empfanden. Ihr Arbeitgeber sagte der „New York Times“ kürzlich, sie arbeite „sehr hart — ein paar Tage jeden Monat oder jeden zweiten.“ Immerhin: Die Auflage stieg dank der prominenten Kolumnistin um 17 Prozent.

Als Pippa dann auch noch als Autorin bei dem Glamour-Magazin „Vanity Fair“ einstieg, war der Spott kaum noch zu überbieten. „Es ist schwer, jemanden zu finden, der das Wort ,Autorin‘ nicht in Anführungszeichen schreibt“, beschrieb „Guardian“-Kommentatorin Daisy Buchanan das Echo auf die Personalie.

Wie konnte es dazu kommen, dass Schwester Kate nach ihrer Hochzeit mit Prinz William zur Lichtgestalt der Medien aufstieg und ihre Schwester zum bloßen Partygirl degradiert wurde? Der enorme Drang Pippas in die Öffentlichkeit im Windschatten ihrer Schwester dürfte sicher für das Image nicht hilfreich gewesen sein. „Letztlich wurde Pippa nur deswegen prominent, weil sich ihre Schwester einen Prinzen geangelt hat“, mutmaßen Kritiker. Ganz ohne eigenen Beitrag lässt sich dann auch im promifreundlichen Großbritannien kein positives Image aufrechterhalten — auch wenn Pippa vom US-Magazin „Time“ im vergangenen Jahr noch zu den 100 einflussreichsten Personen gezählt wurde.

Sie dient als Blitzarbeiter

für die Royal Family

Viele glauben auch, dass Pippa in Bezug auf die Medien als eine Art „Blitzableiter“ herhalten muss. Zwischen dem Königshaus und den Journalisten herrscht seit dem tragischen Tod von Prinzessin Diana ein Burgfrieden. Kate soll nicht das Schicksal von Williams Mutter erleiden und von Paparazzi gehetzt werden. Pippa kommt als Gegenpol für die überhöhte Berichterstattung über Kate gerade recht.

Aber auch ihre schärfsten Kritiker können nicht verschweigen, dass sie trotz des einen oder anderen Fehlversuchs in ihren beruflichen Bemühungen ernsthaft engagiert ist. Pippa sieht den Medienrummel um ihre Person gelassen und fühlt sich dank harter Sportwettbewerbe in ihrer Schule gut dafür gewappnet. „Es war brutal, aber eine nützliche Übung für den Umgang mit den Medien heute“, schrieb sie in ihrer Kolumne.

Und auch im Privatleben scheint es etwas aufgeräumter zu werden. Nach einigen amourösen Abenteuern in Adelskreisen hat Pippa nun mit dem fünf Jahre älteren Banker Nico Jackson wohl den passenden Partner gefunden.

Michael Donhauser

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