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Panorama Endlich Grillen!
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20:09 04.05.2018
Keine Seltenheit mehr? In Deutschland könnte es schon bald mehr Insekten-Snacks wie diese Heuschrecken geben. Quelle: dpa
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Hannover

Geröstete Mehlwürmer schmecken wie Pinienkerne, frittierte Heuschrecken erinnern an Shrimps. Das immerhin klingt einigermaßen vielversprechend. Doch auch wenn gebratene Würmer und frittierte Heuschrecken anders als im RTL-Dschungelcamp nicht mehr krabbeln, ist die große Mehrheit der Deutschen noch nicht bereit für solche Mahlzeiten.

Nur jeder siebte Bundesbürger kann sich laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov vorstellen, Insekten zu verzehren. 14 Prozent antworteten auf die entsprechende Frage mit “Ja, auf jeden Fall“ und “Eher ja“.

Das könnte sich künftig allerdings ändern, zumindest das Angebot in Restaurants und Supermärkten könnte wachsen. Denn seit Beginn des Jahres gilt in der Europäischen Union eine neue Novel-Food-Verordnung. Damit wird die Zulassung von neuen Lebensmitteln etwa auf Basis von Insekten oder Algen vereinfacht.

Vorsicht vor Insekten aus Zoogeschäften

Darauf hat nun auch die Verbraucherzentrale Hamburg reagiert. Vor wenigen Tagen veröffentlichten die Verbraucherschützer auf ihrer Internetseite einen Ratgeber zur Ernährung mit Insekten. Bislang sei zwar noch keine Insektenart in der EU als Lebensmittel genehmigt, online ist das Angebot allerdings schon größer. “Wir wollen mit unseren zusammengestellten Informationen Verbraucher motivieren, einmal etwas Neues auszuprobieren“, sagt Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale.

Insekten könnten eine gute Alternative zum herkömmlichen Essen sein. Wichtig sei jedoch, dass die kleinen Tiere unter ordentlichen hygienischen Bedingungen gezüchtet werden. Derzeit fehlten noch gesetzliche Hygienevorschriften und eine Allergen-Kennzeichnung. Die Verbraucherzentrale warnt unter anderem davor, Insekten aus Zoohandlungen oder Angelgeschäften zu verzehren. Hier sei die Hygiene nicht gewährleistet.

Insekten werden in unterschiedlichen Zubereitungsarten zugelassen: pur oder gewürzt, als ganzes Tier oder zu Mehl verarbeitet. Sie finden sich als Pasta, Mehlwurm-Burger, Keks mit Insektenmehl oder Proteinriegel. Die bisher auf dem Markt befindlichen Insekten werden zum schnellen Töten meist bei minus 18 Grad Celsius tiefgefroren, gewaschen und zum Abtöten der Krankheitserreger kurzzeitig auf mindestens 85 Grad erhitzt. Danach werden sie gefriergetrocknet und verpackt. Gewarnt wird davor, Insekten roh zu verzehren.

30 Maikäfer pro Person

Grundsätzlich spricht nach Einschätzung der Verbraucherzentrale nichts gegen den Verzehr von Insekten. Sie enthalten wertvolle Nährstoffe und könnten ökologisch produziert werden. Viele Menschen in Deutschland seien aber noch skeptisch, weil ihnen Informationen fehlten.

Dass diese Idee gar nicht unbedingt neu ist, konnte man vor wenigen Tagen lesen, als die ersten Maikäfer der Saison zu sehen waren. Schon vor mehr als hundert Jahren wurden die Krabbeltiere in Deutschland gesammelt und gegessen – etwa geröstet oder als Suppe. Maikäfersuppe wurde beispielsweise im Magazin für die Staatsarzneikunde von 1844 als ein “vortreffliches und kräftiges Nahrungsmittel“ gepriesen.

Pro Person sei mit etwa 30 Maikäfern zu rechnen, schreibt der Autor. Sie werden gewaschen, in einem Mörser zerstoßen, in Butter geröstet und anschließend mit Fleischbrühe aufgekocht und noch einmal gesiebt. Wem das nicht schmeckt, der kann sich an der Beilage sattessen. Zur Maikäfersuppe wird Brot gereicht.

Von Tobias Hanraths

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