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Panorama Hunderte Usbeken sollen Ruf des IS gefolgt sein
Nachrichten Panorama Hunderte Usbeken sollen Ruf des IS gefolgt sein
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16:12 11.04.2017
Experten gehen davon aus, dass mehrere Hundert Menschen aus Usbekistan den Weg zur Terrormiliz IS in Syrien und dem Irak gefunden haben. Quelle: Albaraka News
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Moskau

Zu dem Terroranschlag in Stockholm hat sich bislang keine extremistische Organisation bekannt. Der mutmaßliche Täter, ein Usbeke, hegt nach Angaben der Ermittler aber Sympathien für den IS.

Usbekistan kämpft ebenso wie seine muslimisch geprägten Nachbarstaaten mit Extremismus und Islamisten. Die Länder fürchten besonders Anschläge in der Heimat durch Rückkehrer. Experten gehen davon aus, dass mehrere Hundert Menschen aus Usbekistan den Weg zur Terrormiliz IS in Syrien und dem Irak gefunden haben. In ganz Zentralasien sollen es Schätzungen zufolge zwischen 6000 und 10.000 Anhänger sein.

Bei vergangenen Anschlägen waren immer wieder Usbeken beteiligt: In der Silvesternacht in Istanbul, bei dem Bombenanschlag in der St. Petersburger Metro. Der Mann hatte einen russischen Pass, wuchs in Kirgistan auf, war aber usbekischer Herkunft.

Die Regierungen in Usbekistan und den Nachbarstaaten gehen hart gegen die Extremisten vor. Bereits unter Diktator Islam Karimow soll jedoch dies auch als Vorwand genutzt worden sein, um Oppositionsgruppen und unabhängige Medien zu kontrollieren.

In dem Land ist vor allem die Islamische Bewegung Usbekistans (IBU) aktiv. Sie fordert unter anderem die Einführung der Scharia. Die Organisation wird auch für mehrere Bombenanschläge in Usbekistan verantwortlich gemacht. Viele Anhänger wichen ins Nachbarland Afghanistan aus. Im Jahr 2015 schwor die IBU offiziell dem IS die Treue.

Die rund 31 Millionen Einwohner der Ex-Sowjetrepublik sind größtenteils sunnitische Muslime. Im Land herrschen Arbeitslosigkeit und Korruption. Das Ferghanatal zwischen Usbekistan, Kirgistan und Tadschikistan gilt als Sammelbecken für Extremisten. Hier ist die Arbeitslosigkeit besonders hoch, regionale Konflikte dominieren seit Jahrzehnten die Politik.

dpa

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