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Panorama Die “Beauty Boys“ geben Schminktipps für Männer
Nachrichten Panorama Die “Beauty Boys“ geben Schminktipps für Männer
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17:16 15.07.2018
Beauty-Boys wie James Charles sind die neuen Stars auf Instagram und Co. Ihre Botschaft lautet: Make-up kennt kein Geschlecht – Make-up bedeutet Gleichberechtigung Quelle: Instagram
Hannover

Ob dezent oder knallig bunt – Beauty-Blogger wie der 19-jährige US-Amerikaner James Charles Dickinson oder der 26-jährige Brite Jake-Jamie Ward greifen regelmäßig zu Lipgloss, Eyeliner und Lidschatten. Sie lackieren sich die Nägel, zupfen ihre Augenbrauen in perfekte Bahnen, schmieren sich Gurkenmasken ins Gesicht oder kleben falsche Wimpern auf.

Typisch Frau, würde man denken – doch Dickinson und Ward sehen das anders. Die Beauty Boys wollen weder weiblich noch tuntig rüber kommen, die sexuelle Orientierung spiele beim Schminken keine Rolle, sagen sie. Ihre Botschaft lautet: Make-up kennt kein Geschlecht – Make-up bedeutet Gleichberechtigung.

Schließlich, sagt Jake-Jamie Ward, der als “The Beauty Boy“ auf Youtube firmiert, hätten nicht nur Frauen Probleme mit der Haut, mit Pickelchen, großen Poren oder Augenringen. Auch Männer hätten ein Recht darauf, Makel zu kaschieren oder den Augenaufschlag zu intensivieren. Ziel sei es bloß, “die bestmögliche Version unserer selbst“ zu erschaffen, sagt der Beauty Boy. Jeder dürfe bitteschön Make-up tragen.

Beauty Boy James Charles Quelle: Instagram

Inzwischen hat das auch die Make-up-Industrie erkannt und schminkbegeisterte junge Männer als Kunden ins Visier genommen. Vermeintliche Influencer finden sich genug. So wurde James Charles Dickinson vor zwei Jahren zum Werbegesicht der amerikanischen Kosmetikmarke Covergirl, er trat damit in die Fußstapfen von Stars wie Katy Perry und Taylor Swift.

Sein Beauty-Boy-Kollege Manny Gutierrez, der als Manny Mua auf Youtube aktiv ist, modelte für eine Maybelline-Kampagne. Der britische Beauty-Youtuber Lewys Ball wiederum ließ sich für Rimmel London ablichten, sein Landsmann Jake-Jamie Ward posierte für L’Oreal England.

Sie alle haben es mit ihren männlichen Make-up-Tipps zu kleinen Internetberühmtheiten geschafft. Mit 6,2 Millionen Youtube-Abonnenten und sechs Millionen Instagram-Followern ist James Charles der König der Kanäle, aber auch Manny Mua hat mehrere Millionen Anhänger, der deutsche Youtuber Marvyn Magnificent kommt auf immerhin 720 000.

Akkurat und farbenfroh, nicht düster und verrockt

Natürlich sind die Beauty Boys nicht die ersten schminkbesessenen Kerle der Geschichte. Schon die alten Ägypter betonten ihre Augen mit einem dicken Lidstrich, und im Barock verhalfen sich Männlein wie Weiblein mit giftigen Bleiweiß zur begehrten noblen Blässe.

Doch erst als der britische Fußballstar David Beckham Anfang dieses Jahrtausends zur Ikone der Metrosexualität ernannt wird, werden teure Pflegeprodukte und Maniküre für Männer zu etwas Normalem. Schminken à la Prince und Michael Jackson bleibt jedoch etwas Exotisches, selbst wenn Rocker wie Alice Cooper oder Schauspieler Johnny Depp diese Tradition auf ihre Weise fortsetzen.

Der Schminkstil der Beauty-Blogger wiederum ist der einer neuen Generation: akkurat und farbenfroh, nicht düster und verrockt. Und er spricht erstaunlich viele Frauen an. Die Geschlechtergrenzen sind eben fließend.

Von Christin Tute

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