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Königspaar nimmt „so viel Energie“ mit

Deutschlandreise beendet Königspaar nimmt „so viel Energie“ mit

Straffes Programm und nicht nur Winken und Lächeln. Das niederländische Königspaar hat auf seiner mehrtägigen Reise durch drei ostdeutsche Bundesländer viel wissen wollen.

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Willem-Alexander und Máxima wurden bei ihrem Deutschland-Besuch von einer 70-köpfigen Handelsdelegation begleitet.

Quelle: Hendrik Schmidt

Oranienbaum. „Hier gibt es so viel Energie.“ Der niederländische König Willem-Alexander und Königin Máxima zeigten sich sichtlich beeindruckt von dem, was sie während ihrer Reise durch drei ostdeutsche Bundesländer erfahren haben.

Innovationen, Kreativität, Geschichte, Herzlichkeit sowie an Möglichkeiten für eine engere Zusammenarbeit zwischen Deutschland und ihrer Heimat: „Es waren drei intensive Tage“, zog Willem-Alexander am Freitag im Schloss Oranienbaum in der rund 3000 Einwohner zählenden gleichnamigen Kleinstadt in Sachsen-Anhalt Bilanz.

Sie hätten sehr viel erfahren vom Leben der Menschen in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt, auch von ihrer schweren Zeit vor und auch nach der Wende. Zudem seien sie beeindruckt von der Natur und den Gemeinsamkeiten in Architektur und Religion, sagte er vor dem Hintergrund des Jubiläums „500 Jahre Reformation“ und nach dem Besuch des Bauhauses Dessau. Er sehe weitere Chancen für die Wirtschaft beider Länder und eine noch intensivere Zusammenarbeit beim Hochwasserschutz.

Ausdrücklich betonte der König, wie viel er und seine Frau in Gesprächen mit Menschen wie in der Wohnsiedlung Leipzig-Grünau, mit Wissenschaftlern und Kreativen, erfahren hätten. Äußerst bewegend seien die Besuche in Gedenkstätten wie für die Opfer des Konzentrationslagers Buchenwald gewesen. „Es berührt mich immer wieder, was passiert ist. Man gewöhnt sich nie daran, was Menschen anderen Menschen antun können“, sagte Willem-Alexander und mahnte zugleich, die Geschichte dürfe nicht vergessen werden.

Königin Máxima pflichtet ihm bei. Sie hatte während der Reise wie auch ihr Mann mit Wissen, eiserner Disziplin, aber auch mit Charme, Eleganz und persönlichem Stil beeindruckt. Menschen harrten an vielen Orten selbst bei eisigem Wind stundenlang aus, um das Paar sehen zu können.

Eigens dafür hatten sich auch Joachim Sopp (64) und seine Lebensgefährtin Elisabeth Siegel (58) von ihrem rund 30 Kilometer entfernten Heimatort Aken auf den Weg nach Oranienbaum gemacht. Mit niederländischen Fähnchen ausgestattet, zückten sie wie viele der 300 Schaulustigen vor dem Schloss Oranienbaum die Kamera, als das elegant gekleidete Königspaar auf der Eingangstreppe kurz verharrte.

„Wir sind echte Fans von Königshäusern“, betonten auch andere Anhänger gekrönter Häupter und freuten sich trotz des großen Sicherheitsabstandes über den Anblick der Monarchen. Er habe auch viele Jahre auf Montage als Fliesenleger in den Niederlanden gearbeitet, sagte der gelernte Handwerker Sopp, der wie seine Partnerin einen leuchtend orangefarbenen Hut und Schal trug.

Rund 20 Mädchen und Jungen im Alter von zwei bis fünf Jahren waren ganz aus dem Häuschen und winkten dick eingemummelt unter holländischen Trachten eifrig dem Königspaar zu. „Wir haben mit den Kindern lange gesprochen und ihnen erklärt, warum Willem-Alexander und Máxima zu uns nach Oranienbaum kommen“, sagte Erzieherin Jenny Zimmermann aus der Kita „Spielgarten“. Denn die Kleinstadt wird wegen ihrer historischen Verbindung zum niederländischen Königshaus und der Architektur im Volksmund auch liebevoll „ein kleines Stück Holland“ genannt.

Doch es gab auch Kritisches: „Was soll das ganze Theater hier, die sollen dafür sorgen, dass das Schloss endlich mal fertig wird“, sagte ein Mann, der vom Fahrrad auf das weiterhin sanierungsbedürftige Barockensemble deutete.

dpa

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