Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Panorama Konsequenzen der Bundesländer nach den Gewalttaten
Nachrichten Panorama Konsequenzen der Bundesländer nach den Gewalttaten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:12 27.07.2016
Anzeige
Berlin

Nach den Gewalttaten der vergangenen Tage haben sich die Innenminister von Bund und Ländern auf erhöhte Polizeipräsenz bei Veranstaltungen verständigt.

Bei einer Telefonkonferenz der Innenminister sei es auch um bessere Fahndungsmöglichkeiten im Internet zur Verhinderung von Straftaten gegangen, hieß es aus Teilnehmerkreisen. Weil Polizei Ländersache ist, haben auch Bundesländer Maßnahmen in die Wege geleitet. Ein Überblick:

BADEN-WÜRTTEMBERG: Als Reaktion auf die angespannte Sicherheitslage werden im Südwesten 4,6 Millionen Euro investiert. IT-Experten, Fachleute zur Bekämpfung der Cyberkriminalität und solche, die sich mit dem arabischen Sprach- und Kulturkreis auskennen, will die grün-schwarze Regierung einstellen. 30 neue Stellen werden geschaffen. Weitere rund 100 Beamte werden für die Islamismusbekämpfung abgestellt.

BAYERN: Mehr Polizei, strengere Kontrollen von Flüchtlingen und an den Grenzen - darauf setzt die CSU-geführte Staatsregierung. „Sehr, sehr entschlossen“ will Ministerpräsident Horst Seehofer bei der Frage der Sicherheit vorgehen. Darüber hinaus sollen nach dem Willen von Innenminister Joachim Herrmann straffällige Flüchtlinge leichter abgeschoben werden können. Sogenannte ballistische Helme für jeden Streifenwagen und eine stärkere Schutzausrüstung für Spezialeinheiten will Herrmann für die Polizei anschaffen.

MECKLENBURG-VORPOMMERN: Für Streifenpolizisten, die oft als erste an einem möglichen Tatort sind, wird ein „Erstinterventionskonzept“ erarbeitet. Zudem solle die Ausstattung verbessert werden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Details nannte er nicht.

RHEINLAND-PFALZ: Dort soll eine Ausweitung der psychischen Betreuung von Schülern und jungen Flüchtlingen geprüft werden. Innerhalb von zwei Wochen soll einen Überblick über das Notwendige bestehen, kündigte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) an. Die Mainzer Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP kündigte zudem die Anschaffung von Westen für Streifenwagenbeamte an, die Schutz gegen den Beschuss mit Sturmgewehren bieten.

SACHSEN-ANHALT: Millionen in mehr Sicherheit investiert die Koalition aus CDU, SPD und Grünen. Ein „Anti-Terror-Paket“ beinhaltet den Kauf von zusätzlichen Schusswaffen, Helmen und einem gepanzerten Fahrzeug, kündigte Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) an.

dpa

Mehr zum Thema

Erst Nizza, dann die Axt-Attacke bei Würzburg und nun Schüsse in München. Mindestens acht Tote, eine unbekannte Anzahl an Verletzten. Eine „akute Terrorlage“, sagt die Polizei. Angst, Unruhe und Panik machen sich überall in der bayerischen Landeshauptstadt breit.

23.07.2016

Die Polizei hat für den Anschlag in München bislang keinen Hinweis auf einen islamistischen Hintergrund. „Dafür ist es viel zu früh“, sagte Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins.

24.07.2016

Nach dem Anschlag in München kommt morgen der Bundessicherheitsrat in Berlin zusammen. Das sagte Kanzleramtsminister Peter Altmaier in der ARD.

22.07.2016

Sie kannten sich schon lange. Dann kam der Patient ins Krankenhaus und erschoss seinen Arzt. War es Verzweiflung über eine unheilbare Krankheit?

27.07.2016

Es ist der schlimmste Mordfall in Japan seit Jahrzehnten. Ein junger Mann ersticht mindestens 19 Menschen. Die Tat schockt ein Land, wo die Gewaltkriminalität so gering ist wie in kaum einem anderen Land der Welt.

27.07.2016

Nach dem Amoklauf von München werden immer neue Details über den Täter und die Tat bekannt. Den Ermittlern zufolge hat der 18-Jährige genau gewusst, was er im sogenannten Darknet sucht.

27.07.2016
Anzeige