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MH370: Suche nach Wrackteilen erneut unterbrochen

Perth/Peking MH370: Suche nach Wrackteilen erneut unterbrochen

Die ersten Familien bekommen bereits Versicherungsgeld. Malaysia Airlines macht sich auf Klagen von Angehörigen gefasst.

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Australische Suchtrupps im Indischen Ozean.

Perth. In einer der unwirtlichsten Meeresregionen der Welt wird die Suche nach den Wrackteilen des verunglückten Flugzeugs der Malaysia Airlines zur Geduldsprobe. Schlechtes Wetter zwang elf Suchflugzeuge gestern erneut zur vorzeitigen Rückkehr an ihren Stützpunkt bei Perth in Westaustralien. Chinesische Versicherer haben unterdessen mit der Auszahlung von Entschädigungen an die Familien von Insassen des Flugs MH370 begonnen.

In den USA sollen nach Medienberichten bereits Millionenklagen gegen Malaysia Airlines vorbereitet werden. Eine Anwaltskanzlei aus Chicago rechne damit, dass sich jede zweite betroffene Familie mittlerweile einer Sammelklage anschließe, berichtete die malaysische Zeitung „The Star“. Malaysia Airlines stelle sich auf Klagen der Angehörigen ein, sagte eine Sprecherin. „Es ist ihr gutes Recht.

Wir setzen uns damit auseinander, wenn es kommt.“

Die größte Suchaktion in der internationalen Luftfahrtgeschichte hatte am Mittwoch neuen Auftrieb bekommen. Auf französischen Satellitenaufnahmen war genau im Suchgebiet über viele Kilometer verbreitet eine Art Trümmerfeld entdeckt worden. Die Experten glauben, dass die122 Teile von der Boeing 777 stammen könnten, die am 8. März nach einem stundenlangen Irrflug über dem Indischen Ozean abstürzte.

Um die Teile aber als Wrackteile identifizieren zu können, muss entweder eines der Suchflugzeuge Nahaufnahmen machen oder eines der Schiffe ein Teil bergen. Das gelang bis gestern nicht. Auf dem Satellitenbild könnte auch gewöhnliches Treibgut zu sehen sein.

Das Suchgebiet liegt mindestens drei Flugstunden von jeder Landmasse entfernt. Es ist berüchtigt für schwere Stürme und aufgewühlte See mit meterhohen Wellen, oft erschweren tiefe Wolken die Sicht.

Die Wetterbedingungen waren zu gefährlich für niedrige Überflüge. Dennoch: „Die Schiffe sind vor Ort geblieben und suchen weiter“, teilte die australische Seesicherheitsbehörde (Amsa) mit.

32 Menschen an Bord waren über Chinas größten Versicherungskonzern China Life versichert, wie ein Unternehmenssprecher der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua sagte. Das Unternehmen habe inzwischen etwa die Hälfte der Entschädigungssumme von etwa neun Millionen Yuan (rund eine Million Euro) bereits überwiesen.

 



OZ

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