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Matjes-Stulle gewinnt Fischbrötchen-Wettbewerb

Neustadt Matjes-Stulle gewinnt Fischbrötchen-Wettbewerb

Was dem Münchner seine Weißwurst und dem Berliner seine Currywurst, das ist dem Norddeutschen das Fischbrötchen. Man braucht kein Besteck, und es kann auch im Gehen verspeist werden.

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Das Siegerfischbrötchen. Foto: Olaf Malzahn

Neustadt. Was dem Münchner seine Weißwurst und dem Berliner seine Currywurst, das ist dem Norddeutschen das Fischbrötchen. Man braucht kein Besteck, und es kann auch im Gehen verspeist werden.

Was das Innenleben angeht, gibt es eine Reihe von Variationen vom Bismarckhering über den Rollmops bis zur Fischfrikadelle. Gebettet wurde der Fisch bislang in ein möglichst knuspriges Brötchen. Jetzt haben drei Männer und eine Frau aus der Ostseestadt Eckernförde Neuland betreten und eine Matjes-Stulle kreiert.

Mit ihrer „Aal-Rauch-Matjes-Stulle“ haben die Eckernförder die Jury des „Fischbrötchen-Kreativwettbewerbs“ überzeugt, der am Dienstag in der Berufsschule in Neustadt in Holstein ausgetragen wurde. „Schleswig-Holsteins Gastronomen wird oft nachgesagt, dass sie nicht kreativ sind. Mit dem Wettbewerb wollten wir das Gegenteil beweisen“, sagt Katja Lauritzen, die Geschäftsführerin des Ostsee-Holstein-Tourismus, der den Wettbewerb ausgeschrieben hat.

Während die Wettbewerbsteilnehmer in der Küche noch Soßen rühren, in Sesam panierten Thunfisch braten und geräucherte Maränen enthäuten, verkosten Lauritzen und weitere Jurymitglieder im Nebenraum die Wettbewerbsbeiträge. „Es geht ums Aussehen und den Geschmack, aber auch um die Qualität der Zutaten “, sagt Jurymitglied und Koch Michael Stöcken.

Ganz wichtig sei auch die „kleckerfreie Essbarkeit“, sagt NDR 1 Welle Nord-Moderator Jan Malte Andresen, der als Fischbrötchenkönig 2013 ebenfalls in der Jury sitzt. „Dieser Titel ist mir im vergangenen Jahr verliehen worden, weil ich bemängelt hatte, dass es für jedes Nahrungsmittel eine Hoheit gibt, nur für das Fischbrötchen nicht“, sagt er.

Weitgehend kleckerfrei lässt sich die Siegerstulle verspeisen. „Wir haben aus einer großen Scheibe Graubrot eine Tasche geformt, in der Matjes, rote Zwiebeln, Apfel-Meerrettich-Kompott und Rucola ruhen“, beschreibt Fischhändler Berndt Kruse den Imbiss. Am 3. Mai, dem Weltfischbrötchentag, können die Siegerstulle und die anderen kreativen Fischbrötchen in vielen Orten an der Ostseeküste probiert werden.



dpa

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