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„Mörtel“ und „Spatzi“ sind kein Ehepaar mehr

«Unheilbar zerrüttet» „Mörtel“ und „Spatzi“ sind kein Ehepaar mehr

Nach rund 800 Tagen ist es vorbei. Richard „Mörtel“ Lugners fünfte Ehe ist gescheitert. Der krebskranke Österreicher und seine junge deutsche Frau haben sich scheiden lassen. Dabei hat er Kummer genug.

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Im Sommer 2014 feierten der österreichische Bauunternehmer Richard „Mörtel“ Lugner und Cathy Schmitz genannt „Spatzi“, ihre Verlobung am Wörthersee.

Quelle: Gert Eggenberger

Wien. Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, dichtete dereinst Hermann Hesse. Jeder Zauber endet bald nach dem Anfang, könnte sich Richard „Mörtel“ Lugner denken.

Gerade einmal zwei Jahre, zwei Monate und zwei Wochen dauerte die Achterbahnfahrt seiner fünften Ehe mit dem um 57 Jahre jüngeren Ex-Playmate Cathy „Spatzi“ Schmitz. Der österreichische Bauunternehmer und die gelernte Krankenschwester aus Rheinland-Pfalz ließen sich am Mittwoch einvernehmlich wegen „unheilbarer Zerrüttung“ ihres Bundes scheiden.

„Einen Rosenkrieg will ich nicht“, hatte Lugner kurz davor angekündigt. Schon lange verband die beiden - so der Eindruck vieler Beobachter - wohl nur noch der Wunsch, in den Medien zu sein. 

Unter dem Motto „Ich will mein altes strahlendes Leben zurück“ stellte Cathy auf ihrer Facebook-Seite einen nicht unbedingt zitierfähigen Slogan ins mediale Fenster. Die Mutter einer kleinen Tochter aus einer früheren Beziehung ist sauer, lautet die Botschaft an ihre rund 80 000 Follower. Er auch. Die Enttäuschung, dass es wieder nicht geklappt hat, sitzt tief.

Bei der Hochzeit im September 2014 im Schloss Schönbrunn - die Braut fuhr im fast imperialen Glanz in einer von sechs Schimmeln gezogenen Kutsche vor - schien „Mörtel“ ein wenig unsicher. „Hoffentlich ist es dieses Mal die Richtige“, hörte er sich fast etwas verzagt an.

Die Romanze hatte beim Besuch einer Operette begonnen. Der Funken zwischen der blonden jungen Frau und dem österreichweit bekannten Salonlöwen Lugner war übergesprungen. Sogar ein Kind wurde bald geplant. „Wir verhüten nicht“, ließ die ebenso wie ihr Mann mediennahe Braut die Presse wissen.

Doch schon nach 100 Tagen hing der Haussegen im Reich der Lugners schief. Sie vermisste Zuwendung und Aufmerksamkeit, er sehnte sich nach mehr Folgsamkeit. Lugner war rund um Weihnachten 2014 noch einigermaßen diplomatisch: „Es gibt Hochs und Tiefs. Und meine Frau sieht das immer als Tief, wenn ich im Büro sitze bis um 22 Uhr.“

Anders Cathy: „Es kann nicht sein, dass man zu Hause nur vor den Zeitungen und den Nachrichten sitzt. Das ist etwas, was mich einfach anpisst.“

Zwei Opernball-Besuche haben die beiden immerhin gemeinsam gemeistert. Ihre Bedingung: eine eigene männliche Begleitung. Als Lugner im Februar 2016 die US-Schauspielerin Brooke Shields mitbrachte, wurde Cathy vom niederländischen Rapper Mr. Probz begleitet.

Die von Zwischenhochs begleitete Dauerkrise - möglicherweise in Teilen auch inszeniert, um sich interessanter zu machen - erreichte im Sommer 2016 ihren Höhepunkt. Cathy machte gegen den Willen ihres Mannes bei der Sat.1-Show „Promi Big Brother“ mit und verbrachte dort ihren zweiten Hochzeitstag. Von Folgsamkeit keine Spur. Die tränenreiche Versöhnung vor laufenden Kameras hatte letztlich keinen Bestand. Vielleicht lag es auch an Lugners Geschenk zum zweiten Hochzeitstag: zwei Schoko-Riegel.

Ende Oktober posierten Richard und Cathy Lugner noch einmal gemeinsam für eine Fotostrecke, um sein Einkaufszentrum in Wien zu bewerben. Es war die Zeit, als der 84-Jährige von seiner schweren Krankheit erfuhr. Er hat Prostata-Krebs und pilgert jeden Tag ins Krankenhaus zur Behandlung. Es blieb in seinen Schilderungen unklar, wie sehr sich seine Frau überhaupt noch für sein Schicksal interessiert. Laut Medienberichten ist er jedenfalls nicht zu ihrem 27. Geburtstag am 6. Dezember eingeladen. 

dpa

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