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Mord an Journalistin: Bombe mit SMS ausgelöst

Drei Angeklagte Mord an Journalistin: Bombe mit SMS ausgelöst

Nach dem Mord an einer regierungskritischen Journalistin auf Malta und der Anklage von drei Verdächtigen werden weitere Ermittlungsdetails bekannt.

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Die Bloggerin Daphne Caruana Galizia wurde im Oktober ermordet.

Quelle: Jon Borg/archiv

Valletta. Nach dem Mord an einer regierungskritischen Journalistin auf Malta und der Anklage von drei Verdächtigen werden weitere Ermittlungsdetails bekannt.

Die Bombe, mit der das Auto von Daphne Caruana Galizia im Oktober in die Luft gejagt wurde, soll mit einer Kurznachricht von einem Boot aus ausgelöst worden sein, berichtete die „Times of Malta“ am Mittwoch. Die Polizei habe das Boot beschlagnahmt, das einem der Verdächtigen gehöre.

Drei polizeibekannte Männer waren am Dienstag angeklagt worden. Sie werden verdächtigt, den Anschlag auf die 53-Jährige verübt zu haben. Außerdem wird ihnen vorgeworfen, Material für den Bombenbau und Waffen besessen zu haben. Unklar ist lokalen Medienberichten zufolge aber, ob es noch Hintermänner gibt. Die drei weisen die Vorwürfe demnach zurück.

Die Bloggerin war am 16. Oktober unweit ihres Hauses ermordet worden. Die Tat löste international Entsetzen aus. Am Montag waren zehn Verdächtige festgenommen worden, sieben davon sollen bereits unter Auflagen freigelassen worden sein - beispielsweise dürfen sie nicht das Land verlassen. Die drei Angeklagten müssen in Untersuchungshaft.

Die Ermittler sind „Times of Malta“ zufolge davon überzeugt, dass sich die drei Verdächtigen zum Zeitpunkt der Explosion an drei unterschiedlichen Orten aufhielten. Einer der Angeklagten habe von dem Boot aus die SMS gesendet und damit die Bombe ausgelöst, nachdem er von seinem Komplizen grünes Licht dafür bekommen hatte. Dieser soll sich in der Nähe des Tatorts befunden haben, während der dritte Verdächtige das Haus von Caruana Galizia beobachtet haben soll.

Die Bloggerin hatte unter anderem über Korruption und kriminelle Unterwanderung des Landes berichtet. Auch hatte sie die Regierung der Mittelmeerinsel ins Visier genommen und über Offshore-Firmen von Regierungsmitarbeitern berichtet.

dpa

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