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Moskau sieht fremdenfeindliches Motiv bei Angriff auf FSB

Überfall in Ostsibirien Moskau sieht fremdenfeindliches Motiv bei Angriff auf FSB

Nach dem schweren Anschlag auf die Metro in St. Petersburg Anfang April warnen die russischen Behörden vor möglichen islamistischen Terrorattacken. Bei einem seltenen Angriff auf den Geheimdienst FSB in Sibirien verfolgen sie aber eine andere Spur.

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Der russische Präsident Putin nimmt nach den Anschlägen in St. Petersburg an einer Krisensitzung in einer FSB-Zentrale teil (Archivbild).

Quelle: Mikhail Klimentyev

Moskau/Chabarowsk. Nach dem Überfall auf ein Büro des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB in Ostsibirien gehen die Behörden weiter von einem fremdenfeindlichen Tatmotiv aus.

Bei dem Angriff in der Großstadt Chabarowsk vom Freitag hatte ein Bewaffneter zwei Menschen erschossen und war anschließend selbst getötet worden.

Zwar hatte sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu der Tat bekannt. Die Ermittlungsbehörde in Moskau teilte aber mit, es gebe keine Anhaltspunkte für ein islamistisches Motiv. Bisherige Erkenntnisse deuten demnach darauf hin, dass der Angreifer neonazistische Ansichten vertrat. Zuvor hatte die auf dschihadistische Propaganda spezialisierte Site Intelligence Group unter Berufung auf das IS-Sprachrohr Amak berichtet, ein IS-Kämpfer habe in dem FSB-Gebäude in Chabarowsk drei Menschen getötet.

Der FSB selbst hatte mitgeteilt, der Bewaffnete habe vor der Sicherheitskontrolle am Eingang der regionalen Zentrale des Geheimdienstes um sich geschossen. Dabei wurden ein FSB-Mitarbeiter und ein Zivilist getötet. Ein weiterer Zivilist wurde verletzt.

Vor dem Angriff auf das FSB-Büro soll der 1999 geborene Mann einen Schießstand überfallen haben, wie die Agentur Tass meldete. Dabei soll er einen Mitarbeiter erschossen und Waffen erbeutet haben. Russischen Medien zufolge soll der Angreifer einer kleinen örtlichen Gruppe angehört haben, die sich gegen illegale Migration ausspricht.

Direkte Angriffe auf den FSB sind selten in Russland. Gelegentlich gibt es Attacken auf Sicherheitskräfte im Unruhegebiet Nordkaukasus. Dort kämpfen islamistische Extremisten seit Jahren gegen die Staatsmacht. Erst Ende März waren in Tschetschenien sechs Nationalgardisten von islamistischen Angreifern erschossen worden.

Chabarowsk ist aber rund 7000 Kilometer vom russischen Nordkaukasus entfernt. Nach dem Anschlag in der U-Bahn von St. Petersburg am 3. April mit 16 Toten hatte der russische Geheimdienst vor möglichen neuen Attentaten durch Terrorgruppen in Russland gewarnt.

dpa

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Zwei Wochen nach dem Bombenanschlag auf die Metro in St. Petersburg haben russische Sicherheitskräfte bei Moskau einen mutmaßlichen Drahtzieher des Attentats festgenommen.

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