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Panorama Mutmaßlicher Todespfleger festgenommen
Nachrichten Panorama Mutmaßlicher Todespfleger festgenommen
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16:49 06.03.2018
Josef Wimmer, Leiter der Münchner Mordkommission, und Marcus da Gloria Martins, Pressesprecher der Münchner Polizei, informieren über den mutmaßlichen Patientenmörder. Quelle: dpa
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München

Gegen einen Hilfspfleger wird in München wegen Mordes und Mordversuchs an Patienten sowie wegen Raubes mit Todesfolge ermittelt. Der 36-jährige Grzegorz Stanislaw W. steht im Verdacht, einen 87-jährigen Pflegebedürftigen aus Ottobrunn bei München mit Insulin getötet zu haben. Das teilten eilten die Polizei und die Staatsanwaltschaft München I am Dienstag mit.

In vier weiteren Fällen werde geprüft, ob ihm versuchter Mord vorgeworfen werden könne. Diese vier Patienten kamen mit extrem niedrigen Blutzuckerwert ins Krankenhaus, überlebten aber. Der Mann aus Polen sitzt derzeit in Untersuchungshaft.

Der mutmaßliche Patientenmörder von München, Grzegorz Stanislaw W. Quelle: Polizeipräsidium München

Wie die Sprecher von Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, betreute der Mann die Patienten in der häuslichen Pflege. Am 12. Februar soll er demnach einen Notruf abgesetzt haben, weil der von ihm betreute 87-Jährige tot im Bett lag. Der Notarzt stellte bei der Leichenbegutachtung Auffälligkeiten fest. Daher habe die Polizei Ermittlungen aufgenommen.

Im Laufe der Vernehmung von W. hätten die Polizisten die EC-Karten des Verstorbenen, eine größere Menge Bargeld und eine Insulinspritze bei ihm gefunden. Die Angehörigen des Verstorbenen teilten mit, in der Wohnung fehlten Gegenstände. Daher sei der 36-Jährige zum Tatverdächtigen geworden.

Die Ermittler wollen nun mit einer bundesweiten Fahndung herausfinden, wo der 36-Jährige noch beschäftigt war. Bislang seien 20 Personen in ganz Deutschland ermittelt worden, die der 36-Jährige betreut habe.

Auf der Deutschlandkarte im Hintergrund sind die Tätigkeitsorte des Verdächtigen rot markiert. Der in Haft sitzende Pole soll mindestens einen ihm anvertrauten Pflegebedürftigen ermordet haben. Quelle: dpa

Von RND/iro/dpa

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