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Panorama Mutter bot ihr Kind zum Sex an
Nachrichten Panorama Mutter bot ihr Kind zum Sex an
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23:09 11.01.2018
Polizei und Staatsanwaltschaft haben einen Pädophilenring zerschlagen. Quelle: dpa
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Freiburg

Ein anonymer Hinweis an das Bundeskriminalamt hat das Martyrium eines neunjährigen Jungen aus Freiburg beendet: Seine eigene Mutter hatte ihn offenbar gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten nicht nur sexuell missbraucht, sondern gegen Geld auch fremden Männern für Vergewaltigungen zur Verfügung gestellt. Die 47-Jährige, ihr 37-jähriger Lebensgefährte sowie sechs weitere Verdächtige aus mehreren europäischen Ländern sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft. Der Junge befindet sich in staatlicher Obhut – aber er ist offenbar nicht das einzige Opfer des Kinderschänder-Rings. Mehrere Kinder durchlitten den Ermittlungen zufolge die gleichen Qualen wie er, darunter ein Mädchen, das von seinem eigenen Vater missbraucht wurde. Auch er wurde festgenommen.

„Die Dimensionen sprengten das bisher Bekannte“

Die Ermittler des Landeskriminalamtes (LKA) Baden-Württemberg führte dieser Fall an ihre persönlichen Grenzen. Es handele sich um das schwerwiegendste Delikt von sexuellem Missbrauch an Kindern, das die Behörde jemals bearbeitet habe, sagte ein Sprecher: „Die Dimensionen sprengten das bisher Bekannte.“

Am 10. September war der anonyme Hinweis eingegangen, der die Ermittlungen in Gang setzte. Das LKA und die Zentralstelle für Internetermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt a. M. stießen schnell auf die Mutter des Neunjährigen und ihren Partner, die beiden sitzen seit Mitte September in Untersuchungshaft. Zum selben Zeitpunkt befreiten die Ermittler den Sohn der Frau und beendeten damit die Misshandlungen, die nach derzeitigem Stand bereits 2015 begonnen hatten.

Bundeswehrsoldat unter Verdacht

Kurz darauf folgten weitere Festnahmen. Unter den Verhafteten sind ein 40-Jähriger aus dem Großraum Freiburg sowie ein 37-jähriger Schweizer und ein 32-jähriger Spanier. Sie alle sitzen in Deutschland in Untersuchungshaft. Ihnen wird vorgeworfen, den Neunjährigen an mehreren Orten im Raum Freiburg wiederholt missbraucht und vergewaltigt zu haben – und das offenbar auf besonders grausame und brutale Weise. Mittlerweile haben sich einige Verdächtige den Ermittlern gegenüber geäußert. Details wollte die zuständige Staatsanwaltschaft Freiburg am Donnerstag aber nicht nennen.

Zu den Verdächtigen in dem Fall gehört auch ein 49-jähriger Bundeswehrsoldat. Er wurde am 25. Oktober in seiner Kaserne im Elsass festgenommen. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums bestätigte dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) am Donnerstag, dass der beschuldigte Soldat aus derselben deutsch-französischen Brigade stammt, der auch der wegen Terrorverdachts angeklagte Oberleutnant Franco A. angehörte. A. hatte sich eine falsche Identität als syrischer Flüchtling verschafft und soll Pläne für Attentate auf Politiker und andere bekannte Personen geschmiedet haben. Laut Ministerium stehen die beiden Fälle inhaltlich aber in keinem Zusammenhang. Der des Missbrauchs an dem Neunjährigen beschuldigte Soldat sei vorläufig vom Dienst enthoben und dürfe keine Uniform mehr tragen. Gegen ihn sei ein gerichtliches Disziplinarverfahren eingeleitet worden, das so lange ruhe, bis der Fall vor dem Zivilgericht abgeschlossen ist.

Identifikation mithilfe von Videomaterial

Den Peinigern des Mädchens kamen die Fahnder laut „Badischer Zeitung“ auf die Spur, weil sie im Rahmen ihrer Ermittlungen im Fall des Jungen auf Filmmaterial stießen, das den Missbrauch eines Mädchens zeigte. Es gelang den Ermittlern, den mutmaßlichen Täter in den Filmen zu identifizieren: Es war der eigene Vater des Kindes. Der 32-Jährige aus Schleswig-Holstein sitzt inzwischen ebenso in Untersuchungshaft wie ein weiterer Mann aus dem nördlichen Bundesland, der in Karlsruhe gefasst wurde.

Die „Badische Zeitung“ berichtet, dass er eigens dorthin gereist war, um den Neunjährigen zu vergewaltigen. Laut LKA soll er zuvor auch Tötungsfantasien im Zusammenhang mit einem Kindesmissbrauch geäußert haben. Bei seiner Festnahme durch Spezialkräfte habe der Mann Fesselutensilien dabei gehabt.

Von RND/iro

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