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Panorama Nach London-Anschlag: Festnahme und Wohnungsdurchsuchung
Nachrichten Panorama Nach London-Anschlag: Festnahme und Wohnungsdurchsuchung
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22:12 16.09.2017
Assistant Commissioner Mark Rowley bei einer Pressekonferenz vor dem Gebäude von New Scotland Yard in London. Quelle: Tim Ireland
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London

Einen Tag nach dem Bombenanschlag auf eine Londoner U-Bahn mit 30 Verletzten hat die Polizei einen Terrorverdächtigen festgenommen und eine Wohnung durchsucht. Das teilte Scotland Yard mit.

Die Durchsuchung der Wohnung in Sunbury in der Grafschaft Surrey südwestlich von London stehe im Zusammenhang mit der vorangegangenen Festnahme im Hafenbereich von Dover, hieß es in der Mitteilung. Als Vorsichtsmaßnahme seien mehrere angrenzende Wohnungen evakuiert worden. Der Bereich sei weiträumig abgeriegelt worden.

Bei dem Anschlag am Freitag in London war eine selbstgebaute Bombe in einer voll besetzten U-Bahn nahe der oberirdischen Haltestelle Parsons Green explodiert. Durch den Feuerball und anschließendes Gedränge wurden 30 Menschen verletzt, drei von ihnen waren am Samstag noch im Krankenhaus. Die IS-Terrormiliz reklamierte den Anschlag für sich.

Die britische Innenministerin Amber Rudd bezeichnete die Festnahme vom Samstagmorgen in Dover als „sehr bedeutend“. Die Ermittlungen dauerten aber an, sagte sie nach einer Sitzung des nationalen Sicherheitskomitees. Für Großbritannien gelte weiterhin die höchste Terrorwarnstufe. Noch sei es zu früh, um zu sagen, ob die Verantwortlichen für das Attentat den Sicherheitsbehörden bereits bekannt waren, sagte Rudd.

In Großbritannien gilt seit Freitagabend die höchste Terrorwarnstufe. Das heißt, ein unmittelbar bevorstehender Anschlag gilt als möglich. Die Polizeipräsenz wurde zum Wochenende im ganzen Land stark erhöht. Auch das Militär wurde zum Schutz von Einrichtungen und Bürgern eingesetzt. Scotland-Yard-Chefin Cressida Dick rief die Menschen zur Wachsamkeit auf.

Der BBC zufolge soll es sich bei der Bombe um eine ähnliche Konstruktion gehandelt haben wie beim Attentat in Manchester. Bei dem Anschlag im Mai waren 22 Menschen getötet worden.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) drohte laut ihrem Sprachrohr Amak am Freitagabend mit weiteren Anschlägen.

dpa

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