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Panorama Polizei warnt: Gärtner deponierte Bomben – bereits ein Toter
Nachrichten Panorama Polizei warnt: Gärtner deponierte Bomben – bereits ein Toter
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10:39 05.03.2019
In Rheinland-Pfalz soll ein Landschaftsgärtner zwei Sprengsätze deponiert und dabei einen Arzt getötet haben. Quelle: dpa/Symbol
Enkenbach-Alsenborn

Die Hintergründe des Falls geben den Ermittlern nach wie vor Rätsel auf: Ein Landschaftsgärtner aus dem rheinland-pfälzischen Mehlingen soll einen Arzt mit einer Sprengfalle getötet haben und für eine weitere Explosion mit zwei Verletzten verantwortlich sein. Wegen dieses schwerwiegenden Verdachts prüft eine Sonderkommission der Polizei am Dienstag weiter, ob es noch mehr Opfer gab. Tags zuvor hatte sie mitgeteilt, dass weitere Menschen aus dem Umfeld des mutmaßlichen Täters in Lebensgefahr sein könnten, der inzwischen selbst tot ist.

Polizei warnt Menschen, die Streit mit dem Gärtner hatten

Es sei nicht auszuschließen, dass der 59-Jährige „vor seinem Tod Vorkehrungen getroffen habe, um ihnen zu schaden“, hieß es in der Mitteilung. Personen, die mit ihm in „problematischer privater oder geschäftlicher Beziehung“ standen, würden dringend gebeten, sich umgehend mit der Polizei in Verbindung zu setzen. Die drei bekannten Opfer hatten den Angaben zufolge „eine persönliche beziehungsweise geschäftliche Verbindung“ zu dem Verdächtigen und standen „in keinem guten Verhältnis“ zu ihm. Es sei in der Vergangenheit bereits zu Konflikten gekommen.

Arzt vermutlich durch Sprengsatz getötet

Der Tatverdächtige war in der Nacht zum Freitag in seinem Wohnhaus gestorben. Die Todesursache ist bislang unbekannt. Der 64 Jahre alte Arzt wurde am Freitagvormittag tot vor seiner Praxis in Enkenbach-Alsenborn gefunden. Vermutlich habe er eine getarnte Sprengvorrichtung an der Eingangstür vom Boden aufheben wollen und dadurch die Explosion ausgelöst, teilte die Polizei am Montag mit.

Holzscheit detoniert in Kamin – zwei weitere Verletzte

Bei einer weiteren Explosion wurden am Sonntag ebenfalls im Kreis Kaiserslautern zwei Menschen verletzt, als ein mit Sprengstoff präpariertes Holzscheit in ihrem Kamin detonierte. Vermutlich hatte der Täter das Holzstück am Anwesen der späteren Opfer in Otterberg deponiert. Nach Polizeiangaben legte eine arglose Bewohnerin das Stück dann mit ins Kaminfeuer.

Von RND/dpa

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