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Panorama Prozess um zerstückelte Leiche
Nachrichten Panorama Prozess um zerstückelte Leiche
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00:00 23.08.2014
Dresden

Ein Beamter des sächsischen Landeskriminalamtes soll vor neun Monaten einen Geschäftsmann auf dessen Wunsch im Keller einer Pension im Erzgebirge umgebracht, zersägt und dann im Garten verscharrt haben. Mit schockierenden Details hat in Dresden nun der Prozess um den Tod des 59-Jährigen aus Hannover begonnen. Bei seiner Festnahme im November hatte der 56 Jahre alte Beamte die Tat gestanden, inzwischen bestreitet er, den Mann umgebracht zu haben. Das Opfer habe sich selbst getötet. Seinem Anwalt zufolge fühlt sich der Angeklagte von Medien vorverurteilt. Opfer und mutmaßlicher Täter lernten sich online in einem Kannibalen-Forum kennen.

Der Mann ist wegen Mordes und Störung der Totenruhe angeklagt. Die Anklageschrift schildert Details des Geschehens vom 4. November. Es gibt aber keine Belege, dass Teile der Leiche gegessen wurden.

Stunden vor dem Tod des 59-Jährigen hatte der mutmaßliche Täter auf Video ein „Schlachtfest“ angekündigt.

Laut Anklage soll er dem Geschäftsmann, der freiwillig zu ihm nach Sachsen gekommen war, ein Seil um den Hals gelegt und ihn dann mit einem Flaschenzug nach oben gezogen und so erdrosselt haben.

Verteidiger Endrik Wilhelm sagte, der 59-Jährige habe sich in der Schlinge selbst erdrosselt.

Der Beschuldigte sah sich beim Betreten des Verhandlungssaales großem Medieninteresse ausgesetzt. Dennoch wirkte er gefasst. Das Verlesen der Anklageschrift nahm er regungslos zur Kenntnis.

Angaben machte er nur zur Person und zu seinen Lebensumständen.

Das Gericht hat knapp 20 Zeugen und vier Sachverständige geladen, darunter auch Menschen, die sich mit dem Beschuldigten und dem Opfer im Kannibalen-Forum ausgetauscht hatten. Der Prozess geht am 1. September weiter.



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