Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Panorama Reden war gestern
Nachrichten Panorama Reden war gestern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:06 06.05.2018
Von Netzriesen bis zu Nischenprodukten: Ein Überblick über die wichtigsten Social Media-Plattformen und Messenger. Quelle: istockphoto
Anzeige
Hannover

Alternative für Facebook-Enttäuschte: Vero. Quelle: dpa

Facebook ist der Gigant unter den sozialen Netzwerken und trotz Datenskandal unschlagbarer Spitzenreiter: Von den 3,57 Milliarden Internetnutzern weltweit tummeln sich 2,16 Milliarden aktive Nutzer pro Monat im Zuckerberg-Imperium. Platz 1, und damit die höchste Reichweite. Selbst jetzt noch, wo der Riese wegen des Skandals um abgefischte Daten politisch schwer angeschlagen ist.

Wer nutzt es wie? Hausfrauen, Hipster, Großkonzerne, Studenten, Senioren – Facebook ist für alle da: Hier schaffen sie sich Scheinwelten, treiben die Selbstvermarktung voran, pflegen Kontakte mit fernen Freunden und manche setzen sogar virale Trends. Nur die ganz Jungen unter 25 verlieren das Interesse.

Alternative für Facebook-Enttäuschte: Vero. Quelle: dpa

Twitter gehört wie Instagram zu den Microblogging-Diensten. Hier erfährt der Nutzer “Alles, was gerade in der Welt los ist“ – so verspricht es das Unternehmen. Egal ob US-Präsident Donald Trump, berühmt-berüchtigt für seine gezwitscherten Entgleisungen, oder der kleine Mann – bei Twitter findet jeder Gehör, vorausgesetzt er kommt binnen 280 Zeichen auf den Punkt. Mehr Platz bietet ein Tweet nicht.

Wer nutzt es wie? Vor allem bei Medienschaffenden ist das Portal beliebt, da sie binnen kürzester Zeit über Aktuelles und Trends informiert werden und informieren können. Zwar noch nicht in den Top Ten der Sozialen Netzwerke, aber mit 330 Millionen Nutzern und Platz elf schon sehr dicht dran.

Alternative für Facebook-Enttäuschte: Vero. Quelle: dpa

Whatsapp ist trotz wiederkehrender Sicherheitslücken die Kommunikationsplattform schlechthin, wenn es um einen schnellen und halbwegs privaten Informationsaustausch geht. 1,5 Milliarden Menschen nutzen den Instant-Messaging-Dienst – hinter dem Mutterkonzern Facebook liegt Whatsapp zusammen mit der Videoplattform Youtube auf Platz 2 unter den sozialen Netzwerken. 19 Milliarden Dollar hat Facebook-Gründer Mark Zuckerberg 2014 für die App bezahlt – und damit gleich eine wachsende Konkurrenz aus dem Weg geräumt. Seither etabliert sich Whatsapp auch als Geschäftsplattform und Nachrichtenportal.

Wer nutzt es wie? Menschen nahezu aller (zugelassenen) Altersklassen, die auf einen schnellen Informationsaustausch erpicht sind und sich nicht allzu sehr um Datenschutz scheren. Mitmachen durfte man bisher ab 13 Jahren. Jetzt hat Whatsapp das Mindestalter in Europa auf 16 Jahre erhöht.

Alternative für Facebook-Enttäuschte: Vero. Quelle: dpa

Snapchat, der Instant-Messaging-Dienst für Fotos und Video, war wie Instagram 2012 heißer Übernahmekandidat durch den Netzweltriesen Facebook. Der Deal scheiterte, doch Snapchat entwickelte sich auch ohne prominente Hilfe recht passabel. Zuletzt allerdings stagnierten die Zahlen. Mit 255 Millionen Zugriffen pro Monat rangiert das Unternehmen dennoch unter den Top Ten der sozialen Netzwerke (Platz 8).

Wer nutzt es wie? Die Mehrzahl der meist recht jungen User nutzt das Portal zur Bildbearbeitung und -erweiterung mit Texten und witzigen Stickern. Über den Dienst können Fotos und andere Medien an Freunde verschickt werden – sie sind allerdings nur kurz sichtbar und zerstören sich dann selbst. Datenschützer zweifeln aber daran, dass die Bilder wirklich dauerhaft gelöscht werden. Was vor allem für diejenigen Nutzer problematisch ist, die Snapchat für erotischen Austausch nutzen.

Alternative für Facebook-Enttäuschte: Vero. Quelle: dpa

Instagram ist ein Tummelplatz für Stars und Sternchen, Blogger, Influencer und immer mehr größere Unternehmen. Das Netzwerk gehört seit September 2012 zu Facebook und landet mit 800 Millionen aktiven Nutzern pro Monat unter den Top Five (Platz 4) der sozialen Netzwerke. Der Micro-Blog für Fotos und Videos wächst rasant, in den vergangenen fünf Jahren allein um über 700 Millionen. Im Fokus steht hier ganz klar das Bild, kategorisiert durch Hashtags (# plus Stichwort). Hier entstehen die neuesten Beauty-, Food- und Fashion-Trends.

Wer nutzt es wie? Jeder, der gesehen werden will oder etwas zu verkaufen hat, aber vor allem eher jüngere Menschen unter 40.

Alternative für Facebook-Enttäuschte: Vero. Quelle: dpa

Vero dümpelte gut zwei Jahre nahezu unbeachtet vor sich hin, ehe es zu Beginn dieses Jahres mit prominenter Hilfe zu einer der angesagtesten Social-Media-Apps mutierte und an die Spitze sämtlicher App-Charts schoss. Vero steht lateinisch für “wahr“, und genau das soll bei der App Programm sein. Die Verantwortlichen versprechen: keine Werbung, kein Datensammeln – und damit eine sicherere Alternative zu Facebook. Die Angabe der Mobilfunknummer ist bei der (noch kostenlosen) Anmeldung trotzdem Pflicht. Nutzer von Vero können neben Fotos auch Empfehlungen für sämtliche Kategorien aussprechen. Die Privatsphäre-Einstellungen sind überschaubar, aber gut in enge Freunde, Freunde und Bekannte unterteilt.

Wer nutzt es wie? Vor allem vom Datenhandel enttäuschte ehemalige Facebooker als Kontaktbasis für Freunde – und Menschen, denen die ethisch zweifelhafte Vergangenheit des Vero-Gründers Ayman Hariri egal ist.

Einst hip und hilfreich, heute Netzleiche

Das Whatsapp der Neunzigerjahre: ICQ. Quelle: dpa

“Uh-Oh“,dieser Laut dürfte vor allem bei der Generation 40 Plus Erinnerungen wachrufen. Mit ICQ fing alles an. Der Instant-Messenger, durch ein buntes Blümchen symbolisiert, war so etwas wie das Whatsapp der Neunzigerjahre. Das quietschige “Uh-Oh“ kündigte den Eingang einer neuen Nachricht an – damals noch auf dem PC. Vom Smartphone war man weit entfernt. Mehr als 100 Millionen Nutzer tummelten sich zu Spitzenzeiten im Messenger-Prototyp. Doch seit der Etablierung von Facebook, Twitter und Co. sind die Zahlen stark rückläufig.

Die Neuen fegten auch die bis dato stark frequentierten Plattformen StudiVZ und MySpace aus dem Netz: Fortan wurde “geliket“ statt “gegruschelt“, Facebook war einfach hipper. Heute dümpelt das einst so coole Studentenportal als Netzleiche vor sich hin. Und auch MySpace, einst Tummelplatz junger Bands und exzessiver Konzertbesucher, konnten prominente Unterstützer und Investoren wie US-Megastar Justin Timberlake am Ende nicht mehr den nötigen Auftrieb verpassen.

Von Carolin Burchardt

Drei Monate im Jahr in Venedig drehen. Dies ist für Uwe Kockisch mittlerweile wie ein „Nachhausekommen“.

07.05.2018
Panorama Wie sozial sind die sozialen Medien? - Die kritische Masse

Soziale Netzwerke wollen die Welt zu einem besseren Ort machen. Das Gegenteil ist passiert. Der Facebook-Skandal ist ein Wendepunkt: Wie könnte eine Gesellschaft aussehen, die Technologie nicht gegeneinander einsetzt, sondern miteinander? Was kommt nach den asozialen Medien?

06.05.2018

Vor knapp zwei Wochen erblickte Prinz Louis in London das Licht der Welt. Jetzt hat der Palast die ersten Fotos des dritten Kindes von Herzogin Kate und Prinz William veröffentlicht.

06.05.2018
Anzeige