Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Panorama Russischer Ex-Spion wegen Vergiftung im Krankenhaus
Nachrichten Panorama Russischer Ex-Spion wegen Vergiftung im Krankenhaus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:16 06.03.2018
Polizisten halten sich in einem Restaurant auf, das in Verbindung mit der Vergiftung eines Ex-Agenten stehen soll und daraufhin geschlossen wurde. Quelle: Steve Parsons/pa Wire
Salisbury

Eine mysteriöse Vergiftung eines einstigen Doppelagenten sorgt in britischen Geheimdienstkreisen für Aufsehen und weckt böse Erinnerungen.

In der südenglischen Stadt Salisbury wurden am Wochenende zwei Menschen mit Verdacht auf Vergiftung durch eine „unbekannte Substanz“ in ein Krankenhaus gebracht und ringen seitdem auf der Intensivstation mit dem Tod. Das teilte die Polizei am Montag mit. Bei dem Mann soll es sich der BBC zufolge um einen ehemaligen Spion aus Russland handeln, der im Auftrag der Briten gearbeitet hat und im Rahmen eines Gefangenenaustauschs 2010 nach Großbritannien kam. Der Fall erinnerte an die Ermordung des Kremlgegners Alexander Litwinenko, der 2006 mit radioaktiv verseuchtem Tee vergiftet worden war.

Nach Polizeiangaben ist der Mann etwa 60 Jahre alt. Bei der zweiten Person handele es sich um seine etwa 30 Jahre alte Begleiterin. Die beiden befinden sich der Mitteilung zufolge in einem kritischem Zustand. Sie wurden bereits am Sonntag bewusstlos in der Nähe eines Einkaufszentrums von Passanten entdeckt.

Nach Informationen des BBC und der Agentur PA handelt es sich bei dem Mann um den früheren russischen Geheimdienstoffizier Sergej Skripal, der als Offizier des Militärgeheimdienstes GRU für den britischen Geheimdienst spioniert hatte und nach seiner Enttarnung in Moskau wegen Hochverrats zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt worden war. Im Rahmen eines Austauschs inhaftierter Spione zwischen Moskau und Washington kam er 2010 nach Großbritannien.

In der Nacht zum Dienstag schloss die Polizei im Rahmen der Ermittlungen eine Pizzeria in Salisbury „als Vorsichtsmaßnahme“. Die Behörden schlossen zwar anhand der vorliegenden Informationen eine Gesundheitsgefährdung aus. Dennoch wurde die Öffentlichkeit gebeten, Verdachtsfälle bei plötzlicher Erkrankung umgehend zu melden.

Die Polizei sprach von einem „schweren Vorfall“, eine ganze Reihe von Behörden sei eingeschaltet worden. Noch sei nicht klar, ob eine Straftat vorliege. Auf Fernsehbildern waren Einsatzkräfte in Schutzanzügen zu sehen, die den Fundort der Verletzten reinigten. „Wir wollen den Menschen versichern, dass wir Vorfälle dieser Art extrem ernst nehmen“, hieß es in der Mitteilung der Polizei.

Im Jahr 2006 hatte die Ermordung des Kremlgegners Litwinenko in Großbritannien für Aufsehen gesorgt. Unbekannte hatten ihn in London mit radioaktiv verseuchtem Tee vergiftet. Das darin enthaltene hochgiftige Polonium 210 tötet ihn nach drei Wochen. Nach britischen Ermittlungen stecken frühere russische Geheimdienstler hinter dem Mord an dem abtrünnigen Exilanten.

dpa

Mit seinem Fell fror ein Golden Retriever an einem Rheinschiff fest. Doch für den armen Hund kam die Rettung noch rechtzeitig.

05.03.2018

Erst sollte die Feldlerche für Ed Sheeran weichen, jetzt passiert es andersherum: Der Popstar muss für sein Konzert von Essen nach Düsseldorf umziehen.

05.03.2018

Aus Rücksicht auf die seltene Feldlerche wird der Megastar im Juli statt in Essen im nicht weit entfernten Düsseldorf auftreten. Der Veranstalter gab am Montag die Verlegung des Konzerts mit Verweis insbesondere auf „Unsicherheiten und Sorge um die lokale Vogelpopulation“ bekannt.

05.03.2018