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Schlag der Bundespolizei gegen Schleuser

Razzien und Festnahmen Schlag der Bundespolizei gegen Schleuser

Im Kampf gegen internationale Schleuserbanden hat die Polizei Wohnungen und Geschäftsräume in mehreren Bundesländern durchsucht. Fünf Männer wurden festgenommen.

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Bei Razzien der Polizei an verschiedenen Orten wurden mutmaßliche Schleuser festgenommen.

Quelle: Bundespolizei

Berlin. Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen ist die Bundespolizei mit Razzien in mehreren Bundesländern gegen internationale Schleuser vorgegangen. Dabei ging es um zwei unterschiedliche Schleusergruppen, wie das Bundespolizeipräsidium mitteilte. Insgesamt fünf Männer wurden festgenommen.

Im ersten Fall wurden drei Männer geschnappt, die als Mitglieder eines Schleusernetzwerkes Flüchtlinge mit Lastwagen über die Balkanroute nach Deutschland gebracht haben sollen. In einem weiteren Fall wurden zwei Männer in Haft genommen, die vorwiegend syrische Flüchtlinge von Griechenland auf dem Luftweg nach Deutschland geschleust haben sollen.

„Die heutigen Einsatzmaßnahmen zeigen, wie energisch, konsequent und erfolgreich die Bundespolizei gegen diese international agierenden Organisationen vorgeht“, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maiziére (CDU). Schleuserkriminalität sei besonders menschenverachtend. „In beiden Fällen wurde der schier grenzenlosen Profitgier dieser Banden ein Ende gesetzt.“

Bei den Razzien gegen die Lkw-Schleuser wurden nach Polizeiangaben zwei Männer in Berlin und ein Verdächtiger im sächsischen Bad Muskau gefasst. Bei dem Großeinsatz waren sieben Wohnungen und Geschäftsräume in Berlin, Sachsen, Nordrhein-Westfalen und Bremen durchsucht worden. Insgesamt waren rund 200 Beamte, darunter auch Spezialkräfte der Bundespolizei, im Einsatz.

Ausgangslage dieses Einsatzes sei die Ermittlung eines polnisch-syrischen Schleusernetzwerkes am 17. Januar gewesen, sagte der Präsident der Bundespolizeidirektion Pirna, Jörg Baumbach. „Heute gelang uns nur zwei Wochen später der zweite Schlag gegen die Schleusungskriminalität.“ Die Ermittler erhoffen sich nun unter anderem neue Erkenntnisse über die Organisationsstrukturen der Schleuser.

Die Beschuldigten dieses Falls sind nach Angaben der Bundespolizei türkischer, polnischer und bulgarischer Nationalität. Den 37 bis 53 Jahre alten Männern wird vorgeworfen, gemeinsam mit weiteren Tatverdächtigen im Sommer und Herbst vorigen Jahres mindestens 160 Menschen meist per Lastwagen nach Deutschland eingeschleust zu haben. Die Schleuser brachten die Migranten den Ermittlungen zufolge über die Balkanroute und dann über Polen und Tschechien nach Deutschland. Laut Bundespolizei wurden pro Person in der Regel 8000 Euro verlangt.

Die Razzien in dem zweiten Verfahren richteten sich gegen eine Schleusergruppe, die von 2015 bis 2017 vorwiegend Syrer mit falschen Pässen über die Flughäfen Athen und Thessaloniki nach Deutschland gebracht haben sollen. Die Bundespolizei durchsuchte in diesem Zusammenhang nach eigenen Angaben fünf Wohnungen unter anderem in Bremen, Halle und Hannover. Ein Verdächtiger wurde in Deutschland in Haft genommen, ein weiterer mit Haftbefehl gesuchter Mann in Griechenland gefasst.

Erst vor zwei Wochen war der Bundespolizei ein Schlag gegen mutmaßliche Schleuser gelungen. Bei bundesweiten Razzien waren Wohnungen durchsucht und zwei Verdächtige festgenommen worden.

dpa

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