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Streit um monumentales Fassadenkunstwerk an Hochhaus

Berlin Streit um monumentales Fassadenkunstwerk an Hochhaus

Die einen sehen Hoffnung, die anderen Brutalität und Gewalt. In Berlin ist ein Streit um eine Fassadenmalerei zum Thema Flüchtlinge entbrannt.

Berlin. In Berlin ist ein Streit über ein monumentales Fassadenkunstwerk an einem Hochhaus entbrannt. Anwohner wollen jetzt Unterschriften gegen das düstere Bild des spanischen Künstlers Borondo sammeln - das kündigte die Kiez-Initiative „I love Tegel“ am Dienstag an.

Es habe verschiedene Beschwerden von Anwohnern gegeben. Die „Berliner Morgenpost“ hatte darüber berichtet.

Das Wohnungsbauunternehmen Gewobag will nun als Auftraggeber den Dialog suchen, allerdings erst, wenn weitere Kunstwerke angefertigt sind: „Sobald alle Werke des "Artpark Tegel" fertiggestellt sind, werden wir das Gesamtprojekt in einer öffentlichen Veranstaltung vorstellen, zu der natürlich auch die Bewohnerinnen und Bewohner eingeladen sind“, sagte Sprecher Volker Harting.

Das Bild zeigt ein kleines Mädchen. Es stehe für ein Flüchtlingskind, das Hoffnung sehe - auch wenn die Landschaft nicht hoffnungsvoll wirke, erläuterte Hartig. Denn das Kind blicke auf einen Menschen, der - obwohl von Pfeilen getroffen - aufrecht stehe und stark sei. Es sei erwartbar, dass nicht immer alle Werke allen Betrachtern gleich gut gefielen.

„Die Mieter vor Ort sprechen von „depressiver Stimmung“ und „negativem Einfluss““, berichtete Schönebeck - unter anderem, weil das blutüberströmte Mädchen in seiner eigenen Blutlache stehe. Diese Art von Kunst habe nach Auffassung der meisten Bewohner dort nichts zu suchen. Nur wenige Meter entfernt befinde sich eine Kita. Nebenan entstehe gerade eine Flüchtlingsunterkunft für Menschen, die zum Teil aus Angst vor dem Krieg geflohen seien.

Das 42 Meter hohe Werk ist Teil des Kunstprojektes „Artpark Tegel“. Geplant sind insgesamt sieben Werke von Straßenkünstlern des Projekts „Urban Nation“. Fünf Werke sind laut Hartig bereits fünf umgesetzt.

dpa

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