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Tod auf dem Weihnachtsmarkt Was wir wissen und was wir nicht wissen

Bei einem mutmaßlichen Anschlag mit einem Lastwagen auf einen Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche in Berlin sind mindestens zwölf Menschen getötet worden.

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Gegen 20 Uhr fährt ein Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt. Foto. Omer Messinger

Quelle: Omer Messinger

Berlin. Bei einem mutmaßlichen Anschlag mit einem Lastwagen auf einen Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche in Berlin sind mindestens zwölf Menschen getötet worden. Rund 50 Menschen wurden verletzt, viele von ihnen lebensgefährlich.

WAS WIR WISSEN

- Gegen 20 Uhr fährt ein Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt. Der Fahrer legt eine Strecke von 50 bis 80 Metern zurück, überfährt dabei viele Menschen und zerstört mehrere Marktbuden. Einen Unfall schließt die Polizei am frühen Dienstagmorgen aus und spricht von einem „vermutlich terroristischen Anschlag“.

- Kurz nach Bekanntwerden des Vorfalls sagt ein Polizeisprecher, es handle sich vermutlich um einen Anschlag. Auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sagt in der Nacht, dass viel für einen Anschlag spreche.

- Ein Verdächtiger flüchtet und wird nahe der Siegessäule festgenommen. Auf dem Beifahrersitz wird ein toter Mann entdeckt, er starb laut Polizei vor Ort und ist polnischer Staatsbürger. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei fuhr er den Lastwagen nicht in die Menschenmenge.

- Der festgenommene mutmaßliche Fahrer könnte nach Erkenntnissen aus Sicherheitskreisen ein Pakistaner oder Afghane sein. Er sei wohl als Flüchtling eingereist.

- Der Lastwagen der Marke Scania gehört einer polnischen Spedition und hatte Stahlkonstruktionen geladen.

- Der Lastwagen-Fahrer war laut Speditions-Eigentümer seit etwa 16 Uhr nicht mehr zu erreichen.

- Der Generalbundesanwalt in Karlsruhe übernahm die Ermittlungen.

WAS WIR NICHT WISSEN

- Offen war zunächst, ob der Vorfall einen terroristischen Hintergrund hatte, oder ob es sich etwa um einen Amoklauf handelte.

- Unklar ist die Identität des festgenommenen Verdächtigen und des Toten auf dem Beifahrersitz.

- Zwar heißt es in Sicherheitskreisen, der Verdächtige könnte ein Pakistaner oder Afghane sein. Eine genaue Identifizierung sei jedoch schwierig, da möglicherweise auch falsche Namen benutzt würden.

- Zu den Umständen der Festnahme des Verdächtigen sagte die Polizei zunächst nichts.

- Unklar sind auch die Todesumstände der Leiche auf dem Beifahrersitz.

- Was ist mit dem Fahrer des Lasters - dem Cousin des Speditionseigentümers? Dieser geht davon aus, dass seinem Cousin etwas angetan wurde.

- Widersprüchliche Angaben gibt es dazu, was kurz vor dem mutmaßlichen Anschlag mit dem Laster passierte. Während die Polizei Hinweisen nachgeht, dass das Fahrzeug bereits in Polen von einer Baustelle gestohlen wurde, sagte der Speditionschef, der Fahrer sei auf dem Weg von Italien nach Berlin gewesen.

dpa

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Berlin

Nach dem möglichen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin mit mindestens neun Toten übernimmt der Generalbundesanwalt die Ermittlungen.

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