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Panorama Wegen Körperverletzung angeklagt: Schulleiter wird nicht mehr unterrichten
Nachrichten Panorama Wegen Körperverletzung angeklagt: Schulleiter wird nicht mehr unterrichten
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18:54 02.11.2018
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. (Symbolbild) Quelle: David-Wolfgang Ebener/dpa
Cottbus

Nach der Anklage gegen einen Schulleiter aus Südbrandenburg wegen Körperverletzung an mehreren Schülern wird der Pädagoge bis auf weiteres nicht mehr unterrichten. Der Mann habe eine Erklärung unterschrieben, wonach er keinen Kontakt mehr zu den Schülern der Schule haben werde, teilte das Potsdamer Bildungsministerium am Freitag mit. „Damit ist sichergestellt, dass zu Unterrichtsbeginn nach den Herbstferien die seelische und körperliche Unversehrtheit der Schülerinnen und Schüler gewahrt ist“, erklärte Pressesprecher Ralph Kotsch.

Der Schulleiter ist auch Trägervertreter der privaten Grundschule und konnte deshalb nicht vom Ministerium einfach beurlaubt werden.

Anklage wegen Körperverletzung in 20 Fällen

Die Staatsanwaltschaft Cottbus hatte den Mann wegen Körperverletzung an sieben Schülern angeklagt. Die Vorwürfe drehen sich um 20 Fälle zwischen 2015 und 2017, wie das Amtsgericht Cottbus am Dienstag mitteilte. Das Gericht geht davon aus, dass die Hauptverhandlung frühestens im ersten Quartal 2019 beginnen wird.

2017 seien dem Ministerium Elternbeschwerden und Vorwürfe bekanntgeworden. Unter Einbeziehung der Schulaufsicht seien dann Prüfungen eingeleitet worden. „Der Sachverhalt stellte sich sehr komplex und widersprüchlich dar, da sich widersprechende Aussagen gegenüberstanden“, teilte das Ministerium mit.

Das Schulamt habe dann festgestellt, dass mit der Thematik an der Schule konstruktiv umgegangen worden sei – unter anderem mit einer Gesamtelternversammlung. Die Anklage sei nun der Anlass für die weiteren vertieften Prüfungen.

Von RND/dpa