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Zockte Uli Hoeneß mit Milliarden?

München Zockte Uli Hoeneß mit Milliarden?

Ex-Bayern-Boss nutzte angeblich sogenannte Hebelgeschäfte über eine Schweizer Bank.

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Neue Vorwürfe gegen Uli Hoeneß.

Quelle: dpa

München. Uli Hoeneß konnte mit seinen Devisengeschäften weitaus größere Summen bewegen als bisher bekannt. In der Spitze konnte der ehemalige FC-Bayern-Präsident nach Recherchen der „Welt am Sonntag“ mit knapp zwei Milliarden Euro spekulieren. Möglich machte dies ein sogenannter Hebel, mit dem ihn die Schweizer Bank Vontobel in die Lage versetzte, das Zwölffache seines Eigenkapitals einzusetzen.

Der Einsatz von Hebeln ist bei Devisengeschäften üblich. Dabei hat ein Kunde zwei Konten bei einer Bank. Auf dem sogenannten Marginkonto liegt sein eigener Einsatz — das Eigenkapital. Daneben gibt es das eigentliche Handelskonto. Hier kann der Kunde in der Regel über ein Vielfaches seines Eigenkapitals verfügen, weil ihm die Bank einen Kredit gewährt, der mit dem Geld auf dem Marginkonto besichert ist. Lag der höchste Jahresendstand (2005) auf Hoeneß‘ Marginkonten bei 164 Millionen Euro, so konnte er zu diesem Zeitpunkt mit knapp zwei Milliarden Euro spekulieren. Denn nach Informationen der „Welt am Sonntag“ aus gut informierten Kreisen gewährte Vontobel dem Bayern-Manager im Durchschnitt einen Hebelfaktor von zwölf. „Und ein Kunde, der so aktiv ist, hat diesen Rahmen wohl auch ausgenutzt“, sagt ein Branchenkenner.

Erfolge an den Devisenmärkten verzeichnete Hoeneß aber nur anfangs. 2003 und 2005 verbuchte er Mega-Gewinne. 2003 lagen gut 100 Millionen Euro auf seinem Marginkonto, zwei Jahre später waren es gar 164 Millionen Euro, die sich bis Ende 2007 auf 108 Millionen reduziert hatten. Dann kam der Absturz. Ende 2008, im Jahr der Finanzkrise, waren es nur noch 37 Millionen, ein Jahr später 36 Millionen Euro. Anschließend gab es offenbar keine größeren Transaktionen mehr. Unterm Strich hatte er also knapp 14 Millionen Euro an eigenem Kapital und einen Kredit sowie eine Bürgschaft von knapp acht Millionen eingesetzt und sein Eigenkapital auf 36 Millionen steigern können. Die Steuerschuld könnte diese Gewinne aber mehr als aufzehren, da die Gewinne frühzeitig und die Verluste erst später anfielen, schreibt die „Welt am Sonntag“.

 



OZ

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