Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Politik 750 Rechtsextreme haben eine Waffenerlaubnis
Nachrichten Politik 750 Rechtsextreme haben eine Waffenerlaubnis
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:38 06.05.2017
Durch eine Waffenbesitzkarte wird die Erlaubnis zum Erwerb und Besitz von Waffen erteilt. Quelle: Patrick Pleul
Berlin

In Deutschland haben 750 Rechtsextremisten eine behördliche Erlaubnis zum Besitz einer Schusswaffe. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Martina Renner (Linke) hervor, über die die „Welt am Sonntag“ berichtet.

2014 sollen demnach lediglich rund 400 Rechtsextremisten eine solche Erlaubnis besessen haben.

Weiter meldete das Blatt, dass sich 2016 zudem die Zahl der Angriffe mit Waffen auf Flüchtlinge, Unterkünfte und Helfer im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt habe. In 79 Fällen wurden demnach bundesweit Personen oder Einrichtungen mit Waffen attackiert - unter anderem mit Pistolen, Gewehren sowie Gas- und Schreckschusswaffen. Im Jahr 2015 hatten die Sicherheitsbehörden noch rund 30 Angriffe dieser Art gezählt, wie es hieß.

Renner sagte der „Welt am Sonntag“: „Die Verdopplung von Waffengewalt bei rassistischen Angriffen auf Flüchtlinge und ihre Unterkünfte muss durch ein bundesweites Sicherheitskonzept beantwortet werden.“

Immer mehr Menschen in Deutschland legen sich zudem einen sogenannten kleinen Waffenschein zu. Ende Oktober 2016 waren rund 449.000 dieser Waffenscheine für Schreckschusspistolen, Pfefferspray und Reizgas registriert - rund 63 Prozent mehr als Ende Oktober 2015.

dpa

Vier „Deeskalationszonen“ sollen das Leiden der syrischen Bevölkerung mindern. Russische, iranische und türkische Truppen sollen dort für Sicherheit garantieren. Das Abkommen steht auf unsicherem Boden, sorgt aber vorerst für etwas mehr Ruhe.

06.05.2017

Am 24. September werden viele Wähler die innere Sicherheit zur Grundlage für ihre Stimmabgabe machen. Die CSU zieht daraus personelle Konsequenzen – nicht nur für den Wahlkampf.

06.05.2017

Erst war Clinton dran. Jetzt hat es Macron erwischt. Deutsche Politiker halten Cyberangriffe aus dem Ausland auch im Bundestagswahlkampf für sehr wahrscheinlich. Mögliche Ziele: Jeder, der für die EU ist und Russland kritisiert.

06.05.2017