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Ab 2016 gibt‘s mehr Wohngeld

Berlin Ab 2016 gibt‘s mehr Wohngeld

Zuschuss für einkommensschwache Haushalte wird um 39 Prozent erhöht.

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Berlin. Gute Nachricht für einkommensschwache Haushalte: Ab 1. Januar 2016 soll das Wohngeld um durchschnittlich 39 Prozent angehoben werden. Weil die Wohnkosten dem seit 2009 unveränderten Wohngeld davonlaufen, wollte die Große Koalition den staatlichen Zuschuss zwar eigentlich schon zum 1. Juli 2015 anheben. Doch nach monatelangem Tauziehen hat man sich nun auf den 1.

Januar 2016 verständigt. Ab diesem Tag sollen sowohl die Wohngeldtabellen, als auch die Miethöchstbeträge erhöht werden, ab denen Wohngeld gezahlt wird, bestätigte eine Sprecherin der zuständigen Bau- und Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD).

Bislang erhalten rund 870 000 Haushalte diesen Mietzuschuss. Die Zahl der Empfänger könnte auf mehr als 900 000 ansteigen, erwartet das Ministerium. Die Höhe des Wohngeldes wird nach der jeweiligen Miethöhe — Warmmiete und Nebenkosten —, dem Einkommen, der Anzahl der zum Haushalt gehörenden Personen und dem jeweiligen Wohnort berechnet. Zurzeit stellen Bund und Länder je 530 Millionen Euro für Wohngeld bereit. Tatsächlich sei im Vorjahr weniger Geld abgerufen worden.

Opposition und Deutscher Mieterbund (DMB) nannten die Anhebung „längst überfällig“. Auch sei die Höhe angesichts rasant steigender Wohnkosten in großen Städten viel zu gering. Und DMB-Direktor Lukas Siebenkotten kritisierte, dass trotz Ankündigung im vergangenen Jahr keine Wiedereinführung der sogenannten Heizkostenpauschale geplant sei. Dieser Zuschuss war 2011 abgeschafft worden. Eine Sprecherin des Berliner Ministeriums verwies jedoch darauf, dass die Warmmieten zur Berechnung herangezogen würden. Bisherige Wohngeldempfänger müssten keine neuen Anträge stellen. Allerdings könnte es sich wegen der erhöhten Mietbeträge und neuen Wohngeldtabellen für Haushalte mit geringen Einkommen lohnen, einen Antrag zu stellen.

Für einen Rentner mit Mietenstufe 3 (Wismar, Flensburg) mit 700 Euro Rente und einer Miete von 340 Euro würde sich das Wohngeld von 95 auf 148 Euro erhöhen. Ein Vierpersonenhaushalt mit Mietenstufe 4 (Lübeck, Kiel, Hannover) mit einem Einkommen von 2290 Euro (Alleinverdiener) und Mietkosten von 610 Euro würde statt bisher 113 künftig 197 Euro Wohngeld bekommen. R. Zweigler

 



OZ

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