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AfD-Lautsprecher fallen durch

Fraktion wählt Geschäftsführer AfD-Lautsprecher fallen durch

Die neue AfD-Bundestagsfraktion hat die ersten Posten besetzt. Das Abstimmungsverhalten der Abgeordneten zeigt: Der rechtsnationale Flügel ist hier zwar stark vertreten, aber nicht mehrheitsfähig.

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Der AfD-Abgeordnete Bernd Baumann und Fraktionschefin Alice Weidel auf dem Weg zur Fraktionssitzung.

Quelle: Gregor Fischer

Berlin. Bei der Besetzung wichtiger Posten in der AfD-Bundestagsfraktion hat sich keiner der bekannten Sprücheklopfer durchgesetzt. Die Bundestagsfraktion wählte den Hamburger Volkswirt Bernd Baumann zum Ersten parlamentarischen Geschäftsführer.

Er erhielt nach Angaben der Partei 70 von 92 Stimmen. Vorgeschlagen hatte ihn nach Angaben eines Abgeordneten der Fraktionsvorsitzende Alexander Gauland. 

Der von der Co-Vorsitzenden Alice Weidel für den Posten des zweiten parlamentarischen Geschäftsführers vorgeschlagene Abgeordnete Markus Frohnmaier (26) fiel dagegen in einer geheimen Abstimmung durch. An seiner Stelle wurde Jürgen Braun (56) aus Baden-Württemberg gewählt. Frohnmaier war zuletzt Sprecher von Weidel gewesen. Er fiel unter anderem durch Sprüche wie „Hassprediger und Hassjournalisten sind eine Gefahr für die Demokratie!“ auf.

Nicht durchsetzen konnte sich auch Stephan Brandner, der für den dritten Geschäftsführerposten kandidierte. Er war im Landtag von Thüringen mehrfach wegen Beleidigungen zur Ordnung gerufen worden. Der junge Mathematiker Michael Espendiller aus Nordrhein-Westfalen und Hansjörg Müller aus Bayern werden dritter und vierter parlamentarischer Geschäftsführer. 

Baumann hatte im Wahlkampf Gaulands umstrittene Äußerung verteidigt, man solle die SPD-Politikerin Aydan Özoguz „in Anatolien entsorgen“. Der Wirtschaftswissenschaftler war seit 2015 Landes- und Fraktionsvorsitzender der AfD in der Hansestadt.

Als Kandidaten für die Wahl des Bundestagsvizepräsidenten schlug die Fraktion den ehemaligen Frankfurter Stadtkämmerer Albrecht Glaser vor. Er setzte sich nach Angaben aus Parteikreisen in einer Stichwahl gegen den früheren TV-Journalisten Paul Hampel durch. Glaser sagte, er hoffe, die anderen im Bundestag vertretenen Parteien seien fair genug, um die Zahl der Vizepräsidenten nicht zu begrenzen - nur um die AfD herauszuhalten.

Glaser hatte als Kandidat der AfD an der Wahl des Bundespräsidenten teilgenommen. Damals hatte ihn Parteichefin Frauke Petry nominiert.

Die Fraktion will sich Anfang Oktober erneut treffen, um dann die stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden zu wählen.

dpa

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