Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
AfD wird in Sachsen stärkste Kraft

Hochburg der Rechtspopulisten AfD wird in Sachsen stärkste Kraft

Sachsen gilt schon seit langem als Hochburg der Rechtspopulisten. Dass die AfD bei der Bundestagswahl sogar die Union auf Platz zwei verweisen könnte, hat aber kaum jemand erwartet.

Voriger Artikel
CSU stürzt dramatisch ab
Nächster Artikel
Berliner sagen Ja zum Weiterbetrieb von Tegel

AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen vor einer Fernsehrunde der Parteivorsitzenden in Berlin.

Quelle: Gero Breloer

Dresden. Die AfD hat bei der Bundestagswahl in Sachsen ihr bundesweit stärkstes Ergebnis eingefahren. Wie die Landeswahlleitung in Kamenz mitteilte, wurde sie mit 27,0 Prozent der Stimmen und einem Vorsprung von nur 0,1 Prozentpunkten vor der CDU stärkste Kraft im Land.

Zudem sicherte sich die Partei von Landes- und Bundeschefin Frauke Petry drei Direktmandate. Ein weiteres ihrer bislang 16 gehaltenen Direktmandat musste die CDU an einen Kandidaten der Linken abgeben, die mit 16,1 Prozent das drittbeste Ergebnis einfuhren. Danach folgten die SPD mit 10,5, die FDP mit 8,2 und die Grünen mit 4,6 Prozent der Stimmen.

Der sächsische CDU-Generalsekretär Michael Kretschmer wird nicht mehr dem Bundestag angehören. Der 42-Jährige verlor im Wahlkreis Görlitz sein Direktmandat an den AfD-Politiker Tino Chrupalla. Ein Direktmandat sicherte sich auch Petry. Das dritte Direktticket in den Bundestag für die AfD ging an den Kandidaten Karsten Hilse im Wahlkreis Bautzen I. Zudem holte mit Sören Pellmann in Leipzig erstmals auch ein sächsischer Linker ein Direktmandat.

Für die CDU in Sachsen sei das Ergebnis ein „Schlag ins Gesicht“, sagte der Dresdner Politologe Hans Vorländer. Es werde deutlich, „dass sich die Menschen nicht mehr mit der CDU identifizieren, zumindest nicht mehr wie früher“. Seit Jahrzehnten verliere die Partei. „Die CDU erstarrt ja eigentlich schon seit langer Zeit und weiß nicht, wohin sie sich bewegen soll“, sagte der Professor der TU Dresden.

Petry sieht im Wahlerfolg der AfD den Ansporn, in den kommenden vier Jahren den „Regierungswechsel für 2021“ vorzubereiten. Im Bundestag werde die AfD die Ideen zur Sprache bringen, „die wir außerparlamentarisch auch schon präsentiert haben (...). Aber sie müssen mehrheitsfähig werden in Deutschland.“

Angesichts der AfD-Wahlerfolge hatten sich am Sonntagabend mehrere hundert Menschen in Leipzig zu einer spontanen Demonstration gegen Rechts versammelt.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
ZDF-«Politbarometer»
SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz am Donnerstag bei einem seiner letzten Wahlkampfauftritte vor der Bundestagswahl.

Unmittelbar vor der Bundestagswahl scheint die Siegerin bereits festzustehen. Trotz absehbarer Verluste für die Union ist mit einer weiteren Amtszeit von Kanzlerin Merkel fest zu rechnen. Mit Spannung wird das Ergebnis der AfD erwartet.

mehr
Mehr aus Politik
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.
24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr