Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Amnesty: Bis zu 200 000 Nordkoreaner in Straflagern

Seoul Amnesty: Bis zu 200 000 Nordkoreaner in Straflagern

Die Linien zwischen den berüchtigten Straflagern im kommunistischen Nordkorea und den umliegenden Dörfern drohen sich nach Einschätzung von Amnesty International immer mehr zu verwischen.

Voriger Artikel
Deutschland blockiert Schengen-Beitritt von Rumänien und Bulgarien
Nächster Artikel
Behörden finden Pferdefleisch in mittlerweile 126 Proben

Nordkoreanische Soldaten kontrollieren den Fluss Yalu. Foto: Wu Hong

Seoul. So sei auf Satellitenbildern ein neuer Kontrollzaun im Umkreis von 20 Kilometern um das Choma-Bong-Tal und seinen Bewohnern zu erkennen, in dem sich das weiträumige Gefangenenlager Nummer 14 befinde. „Die Aktivitäten deuten auf eine striktere Kontrolle der Bewegungen der lokalen Bevölkerung in der Nähe von Lager 14 hin“, warnte die Organisation am Donnerstag.

Die Linie zwischen den Gefangenen und den Bewohnern des Tals würden durch die Ausdehnung „verwischt“. Es seien neue Kontrollpunkte für die Zugänge zum Lager, neue Gebäude und Gebilde zu sehen, bei denen es sich wahrscheinlich um neue Wachtürme handle, hieß es. Das Lager liegt rund 70 Kilometer nordöstlich von Pjöngjang.

„Wir hatten erwartet, ein neues oder erweitertes Gefangenenlager zu finden. Was wir sahen, war jedoch noch beunruhigender“, wurde der stellvertretende Leiter des Programms Wissenschaft für Menschenrechte von Amnesty International USA, Frank Jannuzi, in dem Bericht zitiert.

Amnesty appellierte erneut an die Vereinten Nationen, eine Sonderkommission zur Untersuchung der Straflager in Nordkorea einzurichten. Dies gelte auch für andere „ernsthafte, systematische und weitreichende Menschenrechtsverletzungen“ in dem Land.

Die Organisation prangert seit Jahren an, dass in den nordkoreanischen Lagern für politische Gefangene die Menschen, auch Kinder, gravierenden Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt seien. Dazu gehörten Zwangsarbeit und Nahrungsentzug als Strafe. Amnesty beruft sich bei der Beschreibung der Zustände in den Lagern auf frühere Gefangene oder Wachleute. In den verschiedenen Lagern, die zum Teil ganze Dörfer umfassen, hält das Regime nach Schätzungen 150 000 bis 200 000 Menschen gefangen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.
24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr