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Politik Angriff auf Militärbasis in Syrien
Nachrichten Politik Angriff auf Militärbasis in Syrien
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09:32 09.04.2018
Ein Rakete der syrischen Armee über Ost-Ghuta (Symbolbild) Quelle: dpa
Damaskus

Über einer Militärbasis im Westen Syriens wurden in der Nacht zu Montag mehrere Raketen abgeworfen. Die syrische Luftwaffe hat offenbar acht feindliche Geschosse abgewehrt, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Sana. 14 Menschen kamen laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte ums Leben. Bei den Opfern handele es sich um Angehörige der syrischen Armee und ihrer Verbündeten, darunter Iraner, hieß es am Montagmorgen.

Das Militär vermutet die USA hinter dem Angriff. Der Pentagon-Sprecher Christopher Sherwood dementierte diese Aussage. Die Vereinigten Staaten führten keine Luftangriffe in Syrien durch, hieß es. Auch Frankreich dementierte, an dem Angriff beteiligt gewesen zu sein.

Erst am Samstag soll es laut Berichten von Hilfsorganisationen in der Stadt Duma bei Damaskus zu einem Giftgasangriff auf Zivilisten gekommen sein soll. Aktivisten der Opposition und Rettungskräfte sprachen von mindestens 40 Toten.

US-Präsident Donald Trump hatte danach Syriens Präsident Baschar al-Assad persönlich für den Vorfall verantwortlich gemacht und ihm gedroht. Der russische Präsident Wladimir Putin und der Iran, wichtigste Verbündete der syrischen Regierung, seien „verantwortlich für die Unterstützung des Tiers Assad“.

Sicherheitsrat berät über Giftgaseinsatz

Der UN-Sicherheitsrat wird am Montag wegen des mutmaßlichen Giftgasangriffs auf Antrag der USA, Großbritanniens, Frankreichs, Polens und anderen Ländern zu Beratungen zusammenkommen. Weltweit hatte das Geschehen Entsetzen ausgelöst. Bilder zeigten regungslose Kinder mit Schaum vor dem Mund. Aktivisten vor Ort sagten, ganze Familien seien in ihren Häusern erstickt.

Nach einem Giftgasangriff auf die syrische Zivilbevölkerung vor gut einem Jahr waren auf Anweisung Trumps Dutzende Raketen auf einen syrischen Luftwaffenstützpunkt abgefeuert worden. Der Präsident erklärte damals, es bestehe kein Zweifel, dass Assad für den Angriff verantwortlich sei.

Regierung weist Einsatz von Giftgas zurück

Die syrische Regierung hatte die jüngsten Vorwürfe vom Wochenende als erfunden zurückgewiesen. Das russische Militär erklärte, bei dem mutmaßlichen Giftgasangriff handele es sich um eine Falschmeldung. Der Iran sah in den Berichten einen Vorwand für ein militärisches Vorgehen - ein Sprecher des Außenministeriums in Teheran erklärte, solche Vorwürfe aus den USA und anderen westlichen Ländern seien ein Hinweis darauf, dass ein Militäreinsatz geplant sei.

Im US-Heimatschutzministerium war mit Blick auf einen möglichen Vergeltungsschlag am Sonntag nichts ausgeschlossen worden. Und der international bekannte US-Senator John McCain forderte Trump auf, „entschieden“ auf den mutmaßlichen Giftgasangriff zu reagieren - so wie er es bereits 2017 getan habe.

Von RND/AP/mkr

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