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Politik Artilleriefeuer an Seegrenze
Nachrichten Politik Artilleriefeuer an Seegrenze
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00:00 01.04.2014
Seoul

Ein Schusswechsel zwischen Nord- und Südkorea an der umstrittenen Seegrenze im Gelben Meer hat die Spannungen zwischen beiden Ländern gefährlich eskalieren lassen. Auslöser war eine mehrstündige Schießübung der nordkoreanischen Küstenartillerie.

Nach Angaben des südkoreanischen Verteidigungsministeriums landeten von mehr als 500 verschossenen Granaten über 100 in südkoreanischen Gewässern. Südkorea habe die Schüsse prompt erwidert, mehr als 300 Geschosse seien auf nordkoreanischer Seite ins Wasser niedergegangen.

Südkorea warf dem Nachbarland eine „berechnete Provokation“ vor. Das Verteidigungsministerium schloss nicht aus, dass der Norden die Bereitschaft der südkoreanischen Streitkräfte testen wollte. „Falls Nordkorea die Schießübung benutzt, um Provokationen unweit der südkoreanischen Inseln und Küstenlinien zu unternehmen, so werden wir strikt reagieren“, hieß es. Nordkorea erkennt die Grenzlinie nicht an, die zum Ende des Korea-Kriegs (1950-53) einseitig von der Uno gezogen worden war. Nordkoreas Schießübung wird auch als Reaktion auf die laufenden Frühjahrsübungen der südkoreanischen und US- Streitkräfte gesehen. Nach zahlreichen Raketentests in den vergangenen Wochen hatte Nordkorea den Test gestern in einer Mitteilung an den Süden angekündigt — was als ungewöhnlich angesehen wurde.

Nach der Kritik des Weltsicherheitsrats an seinen jüngsten Raketentests hatte Nordkorea am Sonntag mit einem neuen Atomtest gedroht. Es wäre der vierte seit 2006.

Nachdem Nordkorea jüngst Dutzende Kurzstreckenraketen abgefeuert hatte, will das Militär morgen zwei Rodong-Mittelstreckenraketen testen. Diese haben eine potenzielle Reichweite bis zu 1300 Kilometer. Der UN-Sicherheitsrat warf dem kommunistischen Regime in Pjöngjang eine Verletzung von bestehenden Resolutionen vor.



OZ

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