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Auf Augenhöhe: Macron zum Antrittsbesuch bei Merkel

Neuer französischer Präsident Auf Augenhöhe: Macron zum Antrittsbesuch bei Merkel

Der neue französische Präsident Emmanuel Macron vertraut Deutschland. Deshalb ist die erste Auslandsreise des Pariser Senkrechtstarters keine Routineveranstaltung.

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Frankreichs neuer Präsident Emmanuel Macron nach seiner Amtseinführung in Paris.

Quelle: Petr David Josek

Berlin. Zum Auftakt seines Kurzbesuchs in Berlin ist der neue französische Staatspräsident Emmanuel Macron vor dem Kanzleramt mit militärischen Ehren begrüßt worden. Kanzlerin Angela Merkel und der Präsident wollten danach zu einem Gespräch und einem gemeinsamen Abendessen zusammenkommen.

Bei dem Treffen dürften die Zukunft der Europäischen Union und neue Akzente für die deutsch-französischen Beziehungen im Mittelpunkt stehen. Vor dem Kanzleramt demonstrierten mehrere hundert Anhänger der Organisation „Pulse of Europe“ mit Europafahnen. „Im Namen der Freundschaft“ war auf Transparenten zu lesen.

Macron kam bereits einen Tag nach seiner Amtsübernahme nach Berlin. Merkel sagte unmittelbar vor dem Treffen, sie begegne ihm „offen und voller Sympathie“ und wolle keinesfalls als „Besserwisser“ auftreten. Stattdessen wolle sie „freundschaftlich, partnerschaftlich und in großem Respekt füreinander die Zusammenarbeit angehen.“

Der sozialliberale Macron will Frankreichs Wirtschaft mit Reformen wieder in Schwung bringen. Der 39-Jährige hatte im Wahlkampf eine klar pro-europäische Linie gegen die rechtspopulistische EU-Gegnerin Marine Le Pen vertreten und strebt eine enge Partnerschaft mit Deutschland an. Seine Ideen zur Reform der europäischen Währungsunion stoßen in Teilen der deutschen Politik aber auf Kritik.

Merkel hatte zuvor immer wieder betont, wie einmalig, historisch und zukunftsweisend die Beziehung dieser beiden Länder ist. Zwei Staaten, die einst Feinde waren, und dann aus Krieg Frieden und aus Hass Zuneigung gemacht haben. Schicksalsverbunden.

Wäre Le Pen nun an Macrons Stelle, hätte das Verhältnis gelitten. Jedenfalls hat die Anführerin der rechtsextremen Front National im Wahlkampf gegen Merkel Stimmung gemacht, ihr sogar vorgehalten, in Wahrheit würde sie nicht nur Deutschland, sondern Frankreich gleich mitregieren, so stark sei ihr Einfluss - und ihr Sparkurs - in der Europäischen Union.

CDU-Chefin Merkel jedenfalls ist erleichtert, dass der sozialliberale Macron die Wahl gewonnen und damit auch einen großen Rechtsruck in Europa verhindert hat. Man darf davon ausgehen, dass sie ihm den Start in dieses schwere Amt erleichtern will. Nicht auszudenken, wenn der Europafreund Macron scheitert. Dann wäre Le Pen schnell obenauf, lautet die Befürchtung in Berlin.

dpa

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