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Politik Bahr will die Impf-Regeln verschärfen
Nachrichten Politik Bahr will die Impf-Regeln verschärfen
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09:05 15.07.2013

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) plant neue Maßnahmen gegen die wieder stärkere Ausbreitung von Masern. Nach Informationen des „Spiegel“ prüfen Beamte des Gesundheitsministeriums, ob nichtgeimpfte Schüler bei einem Ausbruch der Erkrankung in ihrer Schule befristet vom Unterricht ausgeschlossen werden können. Bisher gilt diese Regel allein für erkrankte Kinder. Außerdem erwäge das Ministerium, die Gesundheitsämter zu verpflichten, schon bei der Aufnahme eines Kindes in den Kindergarten den Impfstatus abzufragen.

Der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Jens Spahn (CDU), sagte, grundsätzlich sollten nur Kinder, die geimpft sind, Kitas, Kindergärten oder Schulen besuchen dürfen. Denn „sonst gefährden sie andere Kinder“, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können“. Auch die SPD-Gesundheitspolitikerin Bärbel Bas sprach sich für eine Impfpflicht aus. „In meinem Wahlkreis wandern viele nicht geimpfte bulgarische oder rumänische Kinder ein, das kann ein Problem darstellen, da Aufklärungskampagnen nicht effektiv sind.“ Der Obmann der FDP im Gesundheitsausschuss, Jens Ackermann, sieht eine Impfpflicht jedoch als nicht durchsetzbar an. „Sollen Eltern, die sich gegen die Impfung ihrer Kinder weigern, ins Gefängnis?" Das sei Unsinn. Auch der Leiter der Ständigen Impfkommission, Jan Leidel, hält eine Impfpflicht für kontraproduktiv. Von der Ständigen Impfkommission wird eine Impfung in zwei Durchgängen im Kleinkindalter empfohlen. Ist die Krankheit erst ausgebrochen, gibt es gegen Masern kein wirksames Medikament.

OZ

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