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Brüssel trägt Trauer: Europa gedenkt der Terror-Opfer

Brüssel/Rostock Brüssel trägt Trauer: Europa gedenkt der Terror-Opfer

Nach den Terrorakten in Brüssel mit 31 Toten fahndet die Polizei nach Verdächtigen und Hintermännern.

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Stilles Gedenken mit Blumen und Kerzen. Auf dem Place de la Bourse in Brüssel versammelten sich gestern Alt und Jung.

Quelle: imgao

Brüssel/Rostock. Nach den Terrorakten in Brüssel mit 31 Toten fahndet die Polizei nach Verdächtigen und Hintermännern. Als Selbstmordattentäter identifizierte die belgische Justiz ein islamistisches Bruderpaar, das auch Verbindungen zu den Drahtziehern der Anschläge von Paris gehabt hatte. Auch der dritte Attentäter, Najim Laachraoui, wurde identifiziert. Die Türkei warnte Belgiens Sicherheitsbehörden nach Angaben des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan vor einem der Brüsseler Attentäter. Der Verdächtige sei im Juni 2015 in der Türkei gefasst und ausgewiesen worden, sagte Erdogan. Belgische Behörden seien von Ankara im Juli darauf hingewiesen worden, dass es sich beim Mann um einen „ausländischen terroristischen Kämpfer“ handele. Die Belgier hätten den Verdächtigen aber freigelassen. Der belgische Geheimdienst und andere westliche Geheimdienste sollen laut israelischer Zeitung „Haaretz“ konkret vor Terroranschlägen am Airport und in der U-Bahn gewarnt worden sein. Staatsanwalt Frédéric van Leeuw bestätigte, dass es sich bei zwei Selbstmordattentätern um die Brüder Ibrahim (30) und Khalid (27) El Bakraoui handelt. Sie waren belgische Staatsbürger, polizeibekannt, standen aber nicht unter Terrorverdacht. Am Dienstag sprengte sich der Ältere auf dem Flughafen in die Luft. Kurz darauf zündete der Jüngere eine Bombe in der Metro-Station Maelbeek. Über 270 Menschen wurden verletzt, auch Deutsche, teilte das Auswärtige Amt mit.

Wir haben keine Hinweise auf eine Sicherheits- gefährdung.“Thomas de Maizière (CDU), Bundesinnen- minister

In Belgien gilt noch bis Karfreitag eine dreitägige Staatstrauer. Gestern gab es eine landesweite Schweigeminute. Aus Solidarität wurden Wahrzeichen vieler anderer Metropolen in den Nationalfarben Belgiens angeleuchtet — auch das Brandenburger Tor in Berlin.

Europaweit wurden Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) geht aber davon aus, dass das Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalelf gegen England am Samstag in Berlin stattfinden kann. Man habe „keine Hinweise auf eine Sicherheitsgefährdung“.

Die für innere Sicherheit zuständigen EU-Minister wollen heute zum Sondertreffen zusammenkommen. Österreichs Innenministerin Johanna Mikl-Leitner schlug eine Plattform für den Austausch aller Geheimdienst-Informationen vor.

Brüssel schien gestern zeitweise wie gelähmt, sagte der EU-Abgeordnete aus MV, Werner Kuhn (CDU). Auf öffentlichen Plätzen versammelten sich später viele Menschen, legten Blumen nieder, zündeten Kerzen an. „Sehr bewegend“, sagte Kuhn. Am Dienstagabend hatte er die Schüler und ihre Lehrerin der Rostocker Christophorusschule in der Brüsseler Jugendherberge besucht und mit ihnen über die Ereignisse gesprochen. Die Klasse wollte gestern mit dem Bus die Heimreise antreten.

Das Schweriner Innenministerium hatte für gestern in MV Trauerbeflaggung an öffentlichen Gebäuden angeordnet. In Wismar legten Mitarbeiter der Stadtverwaltung eine Schweigeminute für die Opfer der Anschläge ein. Seiten 2 bis 4

Von Axel Meyer, Roland Siegloff und Detlef Drewes

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