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Bundeswehrsoldaten sterben bei Einsatz in Mali

Hubschrauberabsturz Bundeswehrsoldaten sterben bei Einsatz in Mali

Der UN-Einsatz in Mali gilt als gefährlichster Einsatz der Bundeswehr. Bislang blieben deutsche Soldaten aber verschont. Nun ist ein Hubschrauber über Kampfgebiet abgestürzt. Dabei kamen zwei Soldaten ums Leben.

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Bundeswehr-Hubschrauber. (Archivbild)

Quelle: dpa

Berlin. Beim Absturz eines Kampfhubschraubers in Mali sind zwei Bundeswehrsoldaten ums Leben gekommen. Das teilte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am späten Mittwochabend bei einem kurzfristig anberaumten Pressestatement in Berlin mit.

Bundeswehr spricht von „ernsten Zwischenfall“

Der Hubschrauber stürzte bei der Beobachtung von Kampfhandlungen am Boden ab, sagte ein Sprecher des UN-Generalsekretärs in New York der dpa. Rettungskräfte seien zur Unfallstelle geschickt worden. Ein Sprecher der Bundeswehr sprach dort zunächst von einem „ernsten Zwischenfall in einem Einsatzland“. Die Aufklärung dauere noch, weshalb man sich noch nicht zu Details äußern könne, hieß es am Mittwochabend.

Die Mission Minusma der Vereinten Nationen (UN) soll zur Stabilisierung Malis und und zur Umsetzung eines Friedensabkommens beitragen. Nach Angaben der Bundeswehr umfasst sie derzeit rund 13 000 Blauhelm-Soldaten und knapp 2000 Polizisten. Die Bundeswehr kann sich mit bis zu 1000 Soldaten an dem Einsatz beteiligen, das Mandat erlaubt auch den Einsatz von Waffen. An der Mission beteiligen sich derzeit 875 Bundeswehr-Soldaten. Die Truppe ist in der ehemaligen Rebellenhochburg Gao stationiert.

Kampf gegen Al-Qaida

Der Norden Malis war 2012 vorübergehend in die Hände islamistischer Extremisten und anderer Rebellengruppen gefallen, sie konnten aber nach einer Intervention französischer Streitkräfte zurückgedrängt werden. Die Mission Minusma gilt nach wie vor als derzeit gefährlichster Einsatz der Bundeswehr.

Gruppierungen wie Al-Kaida terrorisieren den Norden Malis schon lange. Extremisten greifen dort immer wieder UN-Friedenstruppen und malische Streitkräfte an. Es kommt aber auch zu Anschlägen im Zentrum und Süden, etwa im November 2015, als Terroristen das Radisson-Hotel in Bamako angriffen und rund 20 Menschen töteten.

Vier Tiger-Kampfhubschrauber im Einsatz

Bei einem Hubschrauberabsturz im Norden Malis im März waren zwei niederländische Blauhelmsoldaten ums Leben gekommen. Die Besatzung habe aus unbekannten Gründen nahe der Stadt Gao eine Notlandung versucht, dabei sei der Hubschrauber abgestürzt.

Vier Tiger-Kampfhubschrauber der Bundeswehr sind in Mali im Einsatz, sie waren im Frühjahr im nordhessischen Fritzlar für den Einsatz in Westafrika verladen worden. Außerdem sind vier NH90-Transporthubschrauber im Einsatz, um etwa Verwundete auszufliegen.

Mit dem Tiger gab es immer wieder Probleme. Zuletzt fehlten Piloten, um das Gerät zu fliegen. Der „Expertiseverlust“ werde zunehmend zu einem „flugsicherheitsrelevanten Thema“, hieß es im Juni in einem internen Bericht des Kommandos Heer, aus dem der „Spiegel“ zitiert hatte. Eine Handvoll Piloten werde für alle Übungs- und Schießvorhaben sowie Einsätze und einsatzgleiche Verpflichtungen herangezogen. Sie würden der hohen zeitlichen Belastung nicht mehr standhalten, hieß es in dem Bericht.

Bedenken gab es auch wegen der Einsatzbereitschaft der Hubschrauber in der westafrikanischen Hitze. Der Inspekteur des Heeres hatte eine Ausnahmegenehmigung für den Flug unter hohen Temperaturen erteilt, bevor sie am 1. Mai einsatzbereit gemeldet wurden. Zunächst galt eine maximale Temperaturobergrenze von 43,26 Grad Celsius für den Start der Hubschrauber. Dieser Maximalwert, der sich je nach Luftdruck und Flughöhe berechnet, wurde für den Einsatz in Mali um fünf Grad angehoben.

Der Kampfhubschrauber Tiger:

Der Tiger ist ein zweisitziger Kampfhubschrauber vom Hersteller Airbus Helicopters. Nach Angaben der Bundeswehr wird die Maschine unter anderem für den Kampf gegen gepanzerte Kampftruppen oder logistische Einrichtungen eingesetzt. Die Besatzung besteht aus einem Piloten und dem hinter ihm sitzenden Schützen. Der Tiger kann unter anderem mit Panzerabwehrraketen oder schweren Maschinengewehren ausgestattet werden. Der etwas mehr als 14 Meter lange Hubschrauber kann der Bundeswehr zufolge 290 Kilometer pro Stunde schnell fliegen (ohne Bewaffnung bis zu 315 km/h). Die Einsatzreichweite beträgt laut Bundeswehr bis zu 725 Kilometer. In Mali sind vier Tiger-Kampfhubschrauber im Einsatz. Sie waren im Frühjahr im nordhessischen Fritzlar für den Einsatz in Westafrika verladen worden.

Von RND/dpa

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