Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Politik CDU-Vorsitz-Wahl: Die Sorge vor dem Tag danach
Nachrichten Politik CDU-Vorsitz-Wahl: Die Sorge vor dem Tag danach
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:45 05.12.2018
Einer der Drei hat am Freitag einen neuen Job – doch wen wird die oder der neue CDU-Vorsitzende zu ihrem oder seinem Generalsekretär machen? Quelle: Getty Images
Berlin

Zwei Tage sind es noch bis zur Wahl eines neuen CDU-Chefs. Am Freitag wählen die Delegierten des CDU-Parteitags Annegret Kramp-Karrenbauer, Friedrich Merz oder Jens Spahn zu ihrer oder ihrem neuen Parteivorsitzenden. Doch je näher dieser Termin rückt, desto größer wird die Sorge vor dem Tag danach: Was folgt aus der Niederlage von zwei der drei Kandidaten?

Die dem bisherigen Mitte-Kurs verbundene Sicherheits- und Sozialpolitikerin Kramp-Karrenbauer und der um nationalkonservative Profilierung bemühte Wirtschaftsliberale Merz gelten als Favoriten. Beide haben in der CDU-Basis Hoffnungen geweckt – beide drohen die in sie gesetzten Erwartungen zu enttäuschen, wenn sie die Wahl für den CDU-Vorsitz verlieren. Um neue Gräben und einen schon bei Amtsantritt des neuen Vorsitzenden aufflammenden Richtungsstreit zu verhindern, werden hinter den Kulissen Überlegungen angestellt, wie der oder die neue Vorsitzende Brücken zum unterlegenen Lager bauen kann. Im Zentrum dieser Überlegungen steht der Posten des CDU-Generalsekretärs.

Lesen Sie hier: Was bisher im Rennen um den CDU-Vorsitz geschah

AKK, Merz und Spahn sind eine Antwort schuldig geblieben

Kramp-Karrenbauer, Merz und Spahn haben bislang zur Frage geschwiegen, wen sie im Falle ihres Wahlsiegs zum Parteimanager machen würden. Am Freitag, bei der letzten der acht CDU-Regionalkonferenzen, kam das Thema zur Sprache. Die Kandidaten stellten sich der Basis aus Berlin und Brandenburg vor, und ganz zum Schluss wollte eine Fragestellerin aus Cottbus wissen, ob auch ein Generalsekretär aus dem Osten infrage käme. Merz hob hervor, dass er 1998 die Kandidatur Angela Merkels zur Generalsekretärin „sehr unterstützt“ habe. „Eine gute und richtige Entscheidung“ sei es gewesen, den Posten mit einer Frau aus Ostdeutschland zu besetzen. Kramp-Karrenbauer lobte sich und ihre Kontrahenten dafür, dass sie bislang der Versuchung widerstanden hätten, mit der Nennung eines Namens Delegierte auf ihre Seite zu ziehen. Sie selbst habe „eine sehr konkrete Vorstellung“, so Kramp-Karrenbauer. „Und wenn ich auf dem Parteitag gewählt werde, werde ich diesen Vorschlag zur Abstimmung stellen“, sagte die scheidende Generalsekretärin.

Im Berliner Regierungsviertel zirkulieren nun die Namen möglicher Kandidaten für Kramp-Karrenbauers Nachfolge. So gilt Paul Ziemiak, Vorsitzender der Jungen Union und Bundestagsabgeordneter aus NRW, als aussichtsreicher Kandidat für den Posten des Generalsekretärs unter Kramp-Karrenbauer als Parteivorsitzender. Der junge Konservative könnte womöglich jene besänftigen, die lieber Merz an der Spitze gesehen hätten. Als Hinweis darauf, dass Ziemiak einen Deal mit Kramp-Karrenbauer hat, gilt seine ausgebliebene Wahlempfehlung für Merz und auch für Spahn – wo der Münsterländer doch als Ziemiaks Vertrauter gilt. Auch dem Vorsitzenden der Union-Mittelstandsvereinigung, Carsten Linnemann, werden Chancen auf den Posten eingeräumt, auch er stammt aus NRW.

Lesen Sie auch hier: Welcher Partei-Prominente wirbt für wen?

Und was ist dem Osten in der CDU?

Sollte hingegen der NRW-ler Merz das Rennen machen, gilt ein Generalsekretär aus demselben Landesverband als unwahrscheinlich. Allerdings spricht auch wenig für eine ostdeutsche Personalie. Den ostdeutschen Landesverbänden wurden nach Informationen des RedaktionsNetzwerks Deutschland zwei Plätze im CDU-Präsidium zugesichert. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und Thüringens CDU-Landeschef Mike Mohring sollen in das Gremium gewählt werden. Im Gegenzug verzichtet der Osten auf den Posten des Generalsekretärs. So oder so: Langeweile droht bei der CDU vorerst nicht einzukehren.

Lesen Sie auch den Schnell-Check: Die wichtigsten Aussagen der CDU-Regionalkonferenzen

Von Marina Kormbaki/RND

Nach dem Spitzentreffen mit Donald Trump zeigten sich die deutschen Automanager auch ohne konkrete Gegenleistungen optimistisch. Ob sich die gefürchteten US-Strafzölle auf Importwagen noch abwenden lassen, bleibt dennoch ungewiss.

05.12.2018

Exklusiv: Verteidigungsministerium räumt ein: Wir hatten keine Übersicht über Verträge an Subunternehmen. Auftragnehmer konnten „machen, was sie wollen“. Die Linksfraktion fordert Ende der Beraterpraxis - die unterdessen munter weiterläuft.

05.12.2018

Schwere Belastungsprobe für die US-Regierung: Nachdem sich Donald Trump in der Affäre um den ermordeten Journalisten Jamal Khashoggi auf die Seite des saudischen Königshauses gestellt hatte, fordern hochrangige Republikaner eine drastische Kurskorrektur. Weitere Rüstungsgeschäfte mit Riad seien undenkbar.

04.12.2018