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Politik Chemiewaffen im syrischen Bürgerkrieg
Nachrichten Politik Chemiewaffen im syrischen Bürgerkrieg
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03:43 10.09.2013

Die syrische Armee verfügt nach Einschätzung von Experten über das größte Chemiewaffenarsenal im Nahen Osten. Das Regime von Präsident Baschar al-Assad hat den Besitz von Giftgas indirekt eingeräumt, allerdings ohne Einzelheiten zu nennen. Es unterstellt den Aufständischen, sie hätten sich ebenfalls C-Waffen beschafft.

Der US-Geheimdienst CIA schätzte vor einem Jahr, dass Damaskus über mehrere hundert Liter chemischer Kampfstoffe verfügt, unter anderem über Senfgas, Tabun und das Nervengas Sarin. Die USA verdächtigen den Iran, Syrien bei der Produktion mit Chemikalien und technischer Unterstützung zu helfen. Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums hat Syrien den Einsatz von Bomben mit chemischen Kampfstoffen getestet. Dutzende Raketen des Typs Scud-B sollen chemische Kampfstoffe bis zu 300 Kilometer weit tragen.

Schon vor dem mutmaßlichen Großeinsatz von Giftgas sind mehr als ein Dutzend konkrete Verdachtsfälle für den Einsatz von Giftgas in Syrien bekannt geworden.

Frankreich, die Türkei und die USA haben Belege dafür, dass unter anderem Sarin eingesetzt wurde, dazu zählen Blut- und Bodenproben. In einem Verdachtsfall soll Chlorgas als chemischer Kampfstoff verwendet worden sein. Was gegen die Berichte über den Einsatz von Sarin in früheren Verdachtsfällen spricht, ist die relativ niedrige Zahl der Todesopfer.

OZ

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