Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Politik China empört über G7-Erklärung zum Inselstreit
Nachrichten Politik China empört über G7-Erklärung zum Inselstreit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:30 27.05.2016
Anzeige
Peking/Ise-Shima

China hat mit Empörung auf den Aufruf der sieben großen Industrienationen (G7) reagiert, wonach der Streit um Gebietsansprüche im Ost- und Südchinesischen Meer mit friedlichen Mittel beigelegt werden soll.

China sei „äußerst unzufrieden“ mit dem Verhalten, sagte eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums am Freitag. Die Einmischung der G7 sei nicht förderlich für die Stabilität in der Region.

Im Kommuniqué des G7-Gipfels im japanischen Ise-Shima hatten die Staats- und Regierungschefs zuvor eine „friedliche“ Beilegung des Konflikts angemahnt. Alle Parteien sollten von „einseitigen Maßnahmen“ absehen, die die Spannungen erhöhen, und „keine Gewalt oder Zwangsmaßnahmen ergreifen, um ihre Ansprüche durchzusetzen“, heißt es weiter. China wird in dem Kommuniqué namentlich allerdings nicht genannt.

Bereits im April hatten die Außenminister der G7-Staaten eine ähnliche Erklärung abgegeben, die ebenfalls scharf von Peking kritisiert worden war. China streitet mit Japan um Inseln im Ostchinesischen Meer. Auch sorgen seine Ansprüche im Südchinesischen Meer für Spannungen mit den Philippinen, Brunei, Malaysia, Vietnam und Taiwan. In den Seegebieten, in denen auch die US-Marine kreuzt, liegen Rohstoffvorkommen und wichtige Schifffahrtsrouten.

dpa

Mehr zum Thema

Kompromiss in Wirtschaftsfragen, Enttäuschung in der Flüchtlingskrise und Streit mit China. Der erste Tag des G7-Gipfels in Japan brachte gemischte Ergebnisse - und über allem wachte die Sonnengöttin.

27.05.2016

Kompromiss in Wirtschaftsfragen, Enttäuschung in der Flüchtlingskrise und Streit mit China. Der erste Tag des G7-Gipfels in Japan brachte gemischte Ergebnisse - und über allem wachte die Sonnengöttin.

26.05.2016

Zwei Tage und eine lange Liste: Es geht um Syrien und die Krim, um Terroristen und Hacker, Flüchtlinge und ihre Schlepper, die schwache Weltwirtschaft und den Klimawandel - ist das überhaupt zu schaffen?

02.06.2016

Vor zwei Monaten haben die Behörden einen Teil des Flüchtlingslagers in der französischen Hafenstadt Calais geräumt. Doch noch immer hausen dort Tausende Menschen - und es werden wieder mehr.

27.05.2016

Vielleicht war die Liste der Probleme zu lang - oder zwei Tage reichen den G7-Chefs eben nicht. Auf jeden Fall fehlt das Geld. Oder manchmal auch der politische Wille. Was wurde in Ise-Shima erreicht?

27.05.2016

In den Schiffbaubetrieben in Gdynia und anderen Orten werden auch Nato-Kriegsschiffe repariert und Teile für deutsche Betriebe produziert.

27.05.2016
Anzeige