Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -1 ° stark bewölkt

Navigation:
Daimler wegen Dalai-Lama-Zitat in China unter Druck

Umstrittene Werbung Daimler wegen Dalai-Lama-Zitat in China unter Druck

Daimler hatte auf Instagram​ ein Bild eines Mercedes zusammen mit dem Schriftzug „Betrachte Situationen von allen Seiten und Du wirst offener“ veröffentlicht, ein Zitat des geistlichen Oberhaupts der Tibeter.

Voriger Artikel
Optimistisch bis ins All
Nächster Artikel
Armutsrisiko von Familien größer als gedacht

Daimler hat sich in China für die Nutzung eines Dalai-Lama-Zitats entschuldigt.

Quelle: Franziska Kraufmann

Peking. Der deutsche Autobauer Daimler hat eine Kontroverse ausgelöst, weil er sich in China für die Nutzung eines Dalai-Lama-Zitates entschuldigt hat. 

Die Menschenrechtsorganisation International Campaign for Tibet (ICT) bezeichnete die Entschuldigung in einer Mitteilung als einen „beschämenden Kotau vor der Diktatur.“ 

Eine Sprecherin des Autobauers bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass der Beitrag auf Instagram mittlerweile gelöscht wurde, nachdem es Beschwerden chinesischer Internetnutzer gab. 

Damit sich Vorfälle dieser Art nicht wiederholen, werde man „​sofort Maßnahmen ergreifen, um das Verständnis der chinesischen Kultur und Werte zu vertiefen“​, hieß es zudem in einer auf dem chinesischen Kurznachrichtendienst Weibo von Mercedes verbreiteten Mitteilung. 

Kritik für die Entschuldigung erntete der Autobauer auch von Michael Bran, dem Menschenrechtspolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. „Wenn Rückgratlosigkeit ausgezeichnet werden würde, dann hätten die Mercedes-Manager den ersten Preis für ihr peinliches Verhalten verdient“ teilte Brand mit. „Der Konzern sollte sich nicht bei der chinesischen Regierung entschuldigen, sondern schleunigst beim Dalai Lama und den Tibetern.“

Zuletzt gab es eine ganze Reihe ähnlicher Vorfälle, bei denen sich ausländische Firmen nach Kritik aus China entschuldigen mussten, darunter die Hotelkette Marriott und die Fluggesellschaft Delta. 

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Klage über «Ausverkauf»
Papst Franziskus am 22. Januar während seiner Rückreise aus Südamerika.

Der Papst hat noch nie China besucht. Er sucht eine Annäherung zur kommunistischen Führung, um die jahrzehntealte Kluft zwischen Staats- und Untergrundkirche zu verringern. Dabei geht er weiter als seine Vorgänger. Das stößt auf scharfe Kritik auch in den eigenen Reihen.

mehr
Mehr aus Politik
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.
24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr