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Das Duell der bayerischen Löwen

München Das Duell der bayerischen Löwen

Seehofer (CSU) peilt absolute Mehrheit an. Ude (SPD) träumt vom Wechsel.

München. „A Hund is er scho“, meint der CSU-Kreischef im bayerischen Abensberg, Martin Neumeyer, über Bayerns Ministerpräsidenten und Parteikollegen Horst Seehofer. Am Abend vor der großen Politkirmes „Gillamoos“ hatte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) im TV-Duell klargemacht, dass es mit ihr keine Pkw-Maut geben werde. Seehofer jedoch rückt bei seinem Auftritt im Bierzelt keinen Millimeter von seiner Forderung ab. Auch als ihn sein SPD-Herausforderer, Münchens Oberbürgermeister Christian Ude, mit dem Thema piesackt, ist der Ministerpräsident nicht zu bremsen:

Ausländer sollen für die Straßennutzung in Deutschland zahlen. Im Bierzelt erntet er dafür Beifallsstürme.

In Umfragen steht die CSU eine Woche vor der Landtagswahl nächsten Sonntag mittlerweile bei 47 Prozent. Und sollte es die FDP nicht in den Landtag schaffen —, sie verharrt bei drei Prozent — ist eine absolute Mehrheit der Sitze drin. Ude versucht zwar alles, um die CSU-Herrschaft madig zu machen, doch so richtig zünden seine Attacken nicht. Die CSU sei bei den Themen sanfter Donau-Ausbau oder Abschaffung von Studiengebühren der SPD hinterhergelaufen, spottet Ude. Als „Drehhofer“ wird der Regierungschef verspottet. Doch die Wendigkeit des CSU-Chefs wird vom eigenen Anhang gutgeheißen. Er sei eben ein „Vorsehhofer“, meint Neumeyer. Die SPD kommt auf 21 Prozent. Und der Traum, zusammen mit den Grünen und Freien Wählern, die bei elf beziehungsweise sieben Prozent liegen, die Christsozialen auf die Oppositionsbänke zu schicken, scheint bereits ausgeträumt.

Dabei bot die CSU genug Angriffsflächen, von der Spezlnaffäre, bei der Familienmitglieder von Ministern Staatsgelder kassierten, bis zum Milliarden-Minus der Landesbank, die sich verzockt hatte.

Doch an Horst Seehofer perlen die Angriffe ab. Der Ministerpräsident verweist auf blendende Wirtschaftsdaten und darauf, dass innerhalb von 20 Jahren die Zahl der Einwohner von elf auf 12,5 Millionen angestiegen sei. Und dass München gegen den Länderfinanzausgleich vor das Bundesverfassungsgericht gezogen ist, weil es rund vier Milliarden Euro an ärmere Länder zahlen muss, verleiht der CSU Rückenwind. Im Wahlspot der SPD versucht es Udes Ehefrau zumindest mit Humor: „Nun wählt‘s ihn schon. Damit a Ruah is!“ Der Urnengang in Bayern kann eine wichtige Weichenstellung für den Bund sein. Vielleicht auch für eine Pkw-Maut. Seite2

 

Reinhard Zweigler

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