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Politik Das sind die Ängste der Deutschen
Nachrichten Politik Das sind die Ängste der Deutschen
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04:07 06.09.2013

Die größte Sorge der Deutschen ist weiterhin die Eurokrise. 68 Prozent der Bundesbürger befürchten, dass sie die Euro-Schuldenkrise noch teuer zu stehen kommt. Das jedenfalls belegt die Studie „Die Ängste der Deutschen 2013“, die die R+V Versicherung gestern in Berlin vorstellte.

Neben den Sorgen um höhere Steuern bereiten den Deutschen, wie in den Vorjahren, steigende Lebenshaltungskosten großes Kopfzerbrechen. Werden Milch und Brot zukünftig noch erschwinglich sein? Die Bürger sind da skeptisch. Und das, obwohl die Inflationsrate im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent gesunken ist. Doch die gefühlte Inflation ist eben höher als die tatsächliche. „Hohe Steuern und Benzinpreise sowie teurere Lebensmittel werden vor allem bei Niedrigverdienern und Arbeitslosen spürbar“, sagt Manfred Schmidt, Professor am Institut für politische Wissenschaft der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Die Angst um die Ersparnisse hält sich seit 14 Jahren beharrlich auf Platz eins.

An zweiter Stelle graut es den Deutschen zunehmend vor Naturkatastrophen. Schuld daran dürfte vor allem das Hochwasser in einigen Bundesländern sein, mit dem zahllose Menschen im Sommer zu kämpfen hatten. 56 Prozent der Befragten gaben an, sich vor weiteren Wetterschikanen zu fürchten.

Laut Studie am stärksten gestiegen ist die Sorge, im Alter als Pflegefall zu enden. Diese Befürchtung belegt Platz drei. Jeder zweite Deutsche teilt diese Angst. Besonders ängstlich zeigen sich dabei die Frauen. „Das ist verständlich, da Frauen eine Doppelbelastung befürchten: Erst pflegen sie ein Familienmitglied, dann werden sie selbst zum Pflegefall“, sagt Rita Jakli von der R+V Versicherung.

Als Überraschung der diesjährigen Angst-Studie bezeichnet Schmidt, dass die Deutschen sich weniger Sorgen über eine Überforderung ihrer Politiker machen als bisher. Im Vorjahr mit 55 Prozent auf Platz zwei der größten Sorgen sank diese Angst um zehn Punkte auf 45 Prozent und rutscht damit auf den 6. Rang. Eine Erklärung hat Politikwissenschaftler Schmidt: „Wenn die Furcht vor einer schlechteren Wirtschaftslage zurückgeht, sinkt auch die Sorge vor der Überforderung der Politiker.“

Sarah Dettmer

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