Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 18 ° Regenschauer

Navigation:
Debatte um Englisch sprechende Kellner in Berlin

Bitte mehr Deutsch Debatte um Englisch sprechende Kellner in Berlin

Jens Spahn ist „not amused“. Er möchte in Berliner Restaurants mit dem Kellner auf Deutsch kommunizieren.

Voriger Artikel
Gabriel: USA sollten Nordkorea nicht weiter provozieren
Nächster Artikel
VW und Weil weisen Untreueverdacht zurück

Englischsprachige Tafel mit Speisen im Angebot in Berlin.

Quelle: Jens Kalaene

Berlin. Kellner, die nur Englisch sprechen - das nervt in Berlin so manchen. Nun hat auch CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn (37) seinen Unmut geäußert. Ihn stört, wenn er in der immer internationaler werdenden Hauptstadt mit der deutschen Sprache bisweilen nicht mehr weiterkommt.

„Mir geht es zunehmend auf den Zwirn, dass in manchen Berliner Restaurants die Bedienung nur Englisch spricht“, sagte der Staatssekretär im Bundesfinanzministerium der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

„Auf so eine Schnapsidee käme in Paris sicher niemand.“ Generell, also auch über die Gruppe von Kellnern hinaus, findet der 37-Jährige, dass in Deutschland das Zusammenleben nur gelingen könne, wenn alle auch Deutsch sprechen. „Das sollten und dürfen wir von jedem Zuwanderer erwarten.“

Auf Twitter gab es ein großes Echo. „Ja. Dass alle auch Deutsch sprechen oder lernen, das dürfen wir von jedem Zuwanderer erwarten. Von jedem Touristen nicht, @jensspahn“, schrieb der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck. Der Chef der FDP in Rheinland-Pfalz, Volker Wissing, twitterte: „Und wie viele Kellnerinnen und Kellner wohl von Jens Spahn genervt sind???“ Juliane Seifert, Bundesgeschäftsführerin der SPD, schreibt: „I'm feeling so sorry for him. Poor guy.“

Englisch hört man in der Hauptstadt in vielen Lokalen - vor allem in Trend-Vierteln wie Neukölln, Kreuzberg und Mitte. Der Tourismus boomt, und die Stadt hat viele englischsprachige Neubürger, die „Expats“.

Der Berliner „Tagesspiegel“ hatte im März geschrieben: „Liebe Kellner, euer Englisch nervt!“ Der Autor berichtete, dass ihn beim Frühstücken in einem französischen Restaurant in Neukölln die Kellnerin mit „Hello, how are you?“ begrüßt habe. Das Szenario: Der Autor sitzt in einem Café, und alle vier Bedienungen sprechen nur Englisch.

Das englischsprachige Stadtmagazin „Exberliner“ titelte schon 2013: „Sorry, no German!“. In der Kolumne hieß es, man stelle sich mal vor, zwei Berliner würden in Australien eine rein deutschsprachiges Restaurant öffnen - sie würden in zwei Wochen wieder dicht machen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Statistisches Bundesamt
Deutschland ist nach wie vor bei Touristen sehr beliebt. Auch Berlin wirkt wie ein Magnet auf Besucher.

Der Deutschland-Tourismus bleibt auch das achte Jahr in Folge auf Rekordkurs. Ein sehr starker Juni mit einem Übernachtungsplus von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat ...

mehr
Mehr aus Politik
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.
24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr