Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -1 ° wolkig

Navigation:
Der Fall Franco A. und die Bundeswehr

Hintergrund Der Fall Franco A. und die Bundeswehr

Der Skandal um den terrorverdächtigen Oberleutnant Franco A. sorgt seit zwei Wochen für Wirbel. Ein Rückblick: Juli 2008: Franco A. beginnt seinen Grundwehrdienst in Idar-Oberstein.

Voriger Artikel
Asyl für mehrere türkische Staatsvertreter
Nächster Artikel
Keine Werbung in Deutschland für Todesstrafe in der Türkei

Eine Deutschlandfahne hängt in Donaueschingen an einem Fenstersims der Fürstenberg-Kaserne.

Quelle: Felix Kästle

Berlin. Der Skandal um den terrorverdächtigen Oberleutnant Franco A. sorgt seit zwei Wochen für Wirbel. Ein Rückblick:

Juli 2008: Franco A. beginnt seinen Grundwehrdienst in Idar-Oberstein.

September 2009: Versetzung zur Deutschen Stabsgruppe in Frankreich; Studium der Staats- und Sozialwissenschaften an der französischen Militärakademie Saint-Cyr.

Dezember 2013: A. reicht seine Masterarbeit ein. Darin beklagt er unter anderem eine bewusste „Durchmischung“ der Völker Europas.

Januar 2014: Von einem „radikalnationalistischen, rassistischen Appell“ spricht ein Gutachter. Disziplinarische Vorermittlungen werden eingestellt, nachdem sich Franco A. zum Inhalt seiner Arbeit geäußert hat. So habe er beim Schreiben unter Zeitdruck gestanden.

Juli 2015: Er wird zum Berufssoldaten ernannt.

Dezember 2015: A. meldet sich in Offenbach als Asylsuchender „David Benjamin“. Er wird später einer Unterkunft im Landkreis Erding (Bayern) zugewiesen.

Februar 2016: Versetzung zum Jägerbataillon 291 in Illkirch (Frankreich).

Dezember 2016: Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erkennt ihm einen subsidiären Schutzstatus zu.

3. Februar 2017: Wegen unerlaubten Waffenbesitzes wird A. in Wien vorübergehend festgenommen.

14. Februar: Das Bundeskriminalität leitet Informationen zur Doppel-Identität von A. an den Militärischen Abschirmdienst weiter.

26. April: A. wird in Hammelburg (Bayern) verhaftet. Bald darauf kommt auch sein mutmaßlicher Komplize, Mathias F., in U-Haft. Bei ihm war Munition aus Beständen der Bundeswehr gefunden worden.

30. April: Im ZDF bemängelt Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) ein „Haltungsproblem“ und „Führungsschwäche“ in der Bundeswehr. Das bringt ihr in den folgenden Tagen heftige Kritik ein.

2. Mai: Das Verteidigungsministerium hat Medien zufolge Hinweise auf ein kleines rechtsextremistisches Netzwerk in der Truppe gefunden. Die Bundesanwaltschaft übernimmt die Ermittlungen.

4. Mai: Bei einem Treffen mit hohen Bundeswehrvertretern bedauert die Ministerin ihre pauschale Kritik an der Truppe, rückt aber vom Kern ihrer Äußerungen nicht ab.

9. Mai: Die Ermittler nehmen mit Maximilian T. einen weiteren Verdächtigen fest - der 27-Jährige soll bei den Anschlagsplänen geholfen haben.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Nach dem Skandal um Franco A.
Eingang in Berlin ins Verteidigungsministerium.

Was verbirgt sich im Jahr 2017 noch alles in Bundeswehr-Kasernen? Nach dem Skandal um Franco A. sorgt wieder ein Standort mit Wehrmachts-Andenken für Schlagzeilen. Für das Verteidigungsministerium hat das „keine strafrechtliche Relevanz“.

mehr
Mehr aus Politik
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.
24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr