Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -1 ° wolkig

Navigation:
Die Pflege-Pläne von Union und SPD

Koalitionsverhandlungen Die Pflege-Pläne von Union und SPD

Union und SPD wollen die Pflege in Deutschland verbessern. Sozialverbände sprechen von einem „Tropfen auf den heißen Stein“ (AWO) oder „Trostpflaster“ (Paritätischer), ...

Voriger Artikel
Trump, der Präsident von Tag zu Tag
Nächster Artikel
AfD leitet im Bundestag drei Ausschüsse

Union und SPD wollen den Pflege-Mindestlohn in West (10,55 Euro) und Ost (10,05 Euro) angleichen.

Quelle: Patrick Pleul/symbolbild

Berlin. Union und SPD wollen die Pflege in Deutschland verbessern. Sozialverbände sprechen von einem „Tropfen auf den heißen Stein“ (AWO) oder „Trostpflaster“ (Paritätischer), die Fachpolitiker der Parteien von schrittweisen Verbesserungen. Die Pläne:

SOFORTPROGRAMM: 8000 neue Fachkräfte für Behandlungspflege sollen, wie schon in den Sondierungen vereinbart, in den Heimen angestellt werden. Gemeint ist unter anderem Wundversorgung, Verbandswechsel, Arzneigabe. Zwischen Grund- und Behandlungspflegern wird in Altenheimen heute nicht unterschieden, 400.000 gibt es, der Paritätische Gesamtverband schätzt den Zusatzbedarf mittelfristig auf 100.000. Union und SPD haben vereinbart, dass die Mehrkosten für die neuen Kräfte nicht zulasten der Pflegebedürftigen gehen sollen.

KONZERTIERTE AKTION: Die soll nach dem Sofortprogramm kommen. Instrumente zur Personalbemessung sollen entwickelt, eine Ausbildungsoffensive gestartet, Anreize für verstärkte Rückkehr von Teil- in Vollzeit geschaffen, das Schulgeld in allen Gesundheitsberufen abgeschafft werden.

BESSERE BEZAHLUNG: Tarifverträge in der Pflege sollen flächendeckend angewendet und bundesweit angeglichen werden. Der Pflege-Mindestlohn in West (10,55 Euro) und Ost (10,05 Euro) soll angeglichen werden. Heute sind die Unterschiede bei der Bezahlung zwischen den Ländern oft drastisch. Wenn es Tarifsteigerungen gibt, bringen die Heimbetreiber die Mehrkosten oft nicht in die Verhandlungen über die Pflegesätze ein. Die Politik will sich mit den Tarifpartnern um Verbesserungen bemühen.

PFLEGENDE ANGEHÖRIGE: Angehörige von Pflegebedürftigen sollen einen Rechtsanspruch auf eine Auszeit mit Reha-Leistungen bekommen. Pflegeangebote sollen in einem jährlichen Budget zusammengefasst werden, so dass sie flexibel in Anspruch genommen werden können. Kurzzeit-, Verhinderungs-, Tages- und Nachtpflege sollen zusammengelegt werden, weil die Unterscheidung zu kompliziert sei und Betroffene teils schon mit der Stellung des Antrags überfordert seien. Motto künftig: Ein Antrag für alles. Wenn etwa Vater oder Mutter ins Heim müssen, soll auf das Einkommen von Angehörigen erst ab 100.000 Euro zurückgegriffen werden.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Bis zum 2. Februar
Die Parteichefs der möglichen neuen GroKo: Angela Merkel (CDU) zwischen CSU-Chef Horst Seehofer und dem Parteivorsitzenden der SPD, Martin Schulz.

Der Zeitplan von Union und SPD für ihre Koalitionsverhandlungen ist ambitioniert. Sollte er gelingen, könnte vor Ostern eine neue Regierung stehen - sechseinhalb Monate nach der Bundestagswahl.

mehr
Mehr aus Politik
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.
24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr