Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Politik Die Russland-Affäre: „Wolke“ über Trumps Präsidentschaft
Nachrichten Politik Die Russland-Affäre: „Wolke“ über Trumps Präsidentschaft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:33 08.06.2017
Michael Flynn war als Sicherheitsberater zurückgetreten, weil er noch vor Trumps Amtsantritt mit dem russischen Botschafter Gespräche über Sanktionen geführt und dies verheimlicht hatte. Quelle: Michael Reynolds
Washington

Die Russland-Affäre hängt wie „eine Wolke“ über der Präsidentschaft von Donald Trump, wie er es anscheinend selbst bezeichnet. Worum geht es eigentlich?

- Clinton-E-Mails: Im Sommer 2016 tauchten öffentlich Tausende E-Mails auf, die unter anderem brisante Details über das Innenleben der US-Demokraten offenbarten. Schnell kam der Verdacht auf: Die Computer der Clinton-Partei wurden im Auftrag Russlands gehackt.

- US-Geheimdienste kamen zu dem Schluss, dass Russland tatsächlich dahinterstecke. Sie halten es für möglich, dass der Kreml damit Donald Trump ins Weiße Haus verhelfen wollte.

- Mehrere führende Trump-Leute hatten noch vor der Amtseinführung, teilweise auch vor der Wahl, Kontakt zu Russlands Botschafter Sergej Kisljak: Schwiegersohn Jared Kushner, Nationaler Sicherheitsberater Michael Flynn und und Justizminister Jeff Sessions. Flynn ist inzwischen entlassen, Sessions hält sich aus dem Russland-Thema wegen möglicher Befangenheit heraus. Kushner ist weiter als Präsidentenberater im Weißen Haus tätig.

- Schon während des Wahlkampfes hatte es möglicherweise Kontakte von Trump-Leuten zu russischen Regierungsstellen gegeben. Für das FBI untersucht inzwischen dessen ehemaliger Chef und Comey-Vorgänger Robert Mueller die Angelegenheit.

- James Comey hatte das ebenfalls getan. Präsident Trump forderte von Comey Loyalität und, dass er die Ermittlungen gegen Michael Flynn fallenlasse. Als Comey sich darauf nicht einließ, wurde er entlassen. Trump-Gegner sehen dies als mögliche Einflussnahme auf die Justiz. Dies nährte den Verdacht, dass Trump eigene oder politische Interessen in der Russland-Affäre hat.

dpa

Mehr zum Thema

Nur eine Stunde nach der Veröffentlichung vertraulicher Geheimdienstinformationen auf einer Website, ist die angebliche Whistleblowerin verhaftet worden. Der veröffentlichte Bericht befasst sich mit der Beeinflussung der US-Wahl durch Russland.

06.06.2017

US-Präsident Donald Trump soll ein der Russland-Affäre neben dem damaligen FBI-Chef James Comey auch Druck auf den Nationalen Geheimdienstdirektor Daniel Coats ausgeübt haben.

07.06.2017

Der frühere FBI-Direktor James Comey hat Vorwürfe gegen Trump bekräftigt, dieser habe Einfluss auf die Ermittlungen gegen den damaligen Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn nehmen wollen.

07.06.2017
Politik Lustig, skurril, überraschend - 6 Netz-Hits zur Großbritannien-Wahl

Am Wahltag in Großbritannien liegt die Konservative Partei von Premierministerin Theresa May in den Umfragen weiter vorn, der Abstand zu Labour verringert sich aber. Diese lustigen, berührenden und überraschenden Fakten zur Wahl erleichtern das Warten aufs Ergebnis.

08.06.2017
Politik Public Viewing in Washington - Die Comey-Anhörung mit Covfefe - und Wodka

James Comey bricht sein Schweigen - und das Interesse ist gewaltig. Mehrere Bars in Washington öffnen wegen der Anhörung des gefeuerten FBI-Chefs extra früher und laden zum Public Viewing ein.

08.06.2017

James Comey packt aus: Der gefeuerte FBI-Chef sagt derzeit vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats aus. Gleich in seinem Anfangsstatement bezichtigte Comey Präsident Trump der Lüge. Alle Ereignisse im Live-Ticker.

08.06.2017