Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 0 ° Regen

Navigation:
Die SPD erinnert an Willy Brandt – er fehlt der Partei

25. Todestag Die SPD erinnert an Willy Brandt – er fehlt der Partei

Der wohl prägendste Sozialdemokrat des 20. Jahrhunderts starb vor 25 Jahren. Im Willy-Brandt-Haus erinnern Nachfolger und Wegbegleiter an die Botschaft des Friedensnobelpreisträgers.

Am 8. Oktober 2017 jährt sich sein Todestag: Willy Brandt starb vor 25 Jahren.

Quelle: dpa

Berlin. 25 Jahre nach dem Tod von Willy Brandt haben Spitzenpolitiker der SPD am Sonntag mit einer Gedenkveranstaltung an den ehemaligen Bundeskanzler und Parteivorsitzenden erinnert. Neben Parteichef Martin Schulz, dem früheren Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse und dem ehemaligen spanischen Ministerpräsident Felipe González nahm auch Brandts Sohn Peter an der Veranstaltung in der nach Brandt benannten SPD-Zentrale in Berlin-Kreuzberg teil.

„Wie sehr uns Willy Brandt fehlt, war nie so spürbar wie heute“, sagte Thierse, der auch Kuratoriumsvorsitzender der Brandt-Stiftung ist, in seiner Rede. Nur wenige Sozialdemokraten hätten den Internationalismus so glaubhaft verkörpert wie Brandt. Er habe seine Positionen zwar immer wieder kritisch überprüft, seine Grundsätze seien aber immer unerschütterlich gewesen.

Auf der gemeinsamen Veranstaltung der Bundeskanzler-Willy-Brandt- Stiftung und des SPD-Bundesvorstandes sprach anschließend der frühere spanische Regierungschef González. Brandt hatte ihn im Kampf gegen die Franco-Diktatur unterstützt und ihn nach Angaben von González auch in dessen Zeit als Ministerpräsident beraten. Brandt sei immer dort gewesen, wo es wichtig war, Engagement für die internationale Solidarität zu zeigen. „Wir brauchen Willys Ideen auch heute“, sagte der 75-Jährige. Europa leider wieder an einem „Virus der Zerstörung“, dem Nationalismus.

caa7a35a-ac27-11e7-923d-4ef2be6e51d8

Er war der wohl bedeutendste Sozialdemokrat des 20. Jahrhunderts: Willy Brandt. Bundeskanzler, Parteichef, Berlins Bürgermeister im Kalten Krieg, geflohen vor den Nazis – aber vor allem einer der größten Visionäre einer einheitlichen und gerechten Welt. Wir erinnern an den Friedensnobelpreisträger in Bilder und eigenen Zitaten.

Zur Bildergalerie

Auch der heutige Parteichef Martin Schulz stellte Brandts Verdienste um Europa in den Mittelpunkt seiner Rede. Brandts Engagement für den Internationalismus und sein Bekenntnis zu Europa suche bis heute seinesgleichen, sagte der langjährige Präsident des Europaparlaments. „Ein guter Deutscher kann kein Nationalist sein“, zitierte Schulz aus der Rede, die Brandt hielt, als er den Friedensnobelpreis entgegen nahm. „Ein guter Deutscher weiß, dass er sich einer europäischen Bestimmung nicht versagen kann“. Diese Rede Brandts habe Schulz sich zum Leitsatz seines politischen Lebens gemacht.

Brandt hatte sich zunächst als Regierender Bürgermeister Westberlins, später als Außenminister und schließlich als Bundeskanzler nach der Formel „Wandel durch Annäherung“ für eine Politik der Entspannung im Kalten Krieg eingesetzt. Für seine Ostpolitik bekam er 1971 den Friedensnobelpreis.

Von RND/dpa/dk

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.
24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr