Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Politik Die wichtigsten Streitpunkte zwischen den USA und Mexiko
Nachrichten Politik Die wichtigsten Streitpunkte zwischen den USA und Mexiko
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:13 23.02.2017
Eine US-Grenzpatrouille durchsucht in der Nähe von McAllen im US-Bundessstaat Texas einen Mann. Quelle: Larry W. Smith/archiv
Mexiko-Stadt

Seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump hat sich das Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko deutlich abgekühlt.

Heute kommen US-Außenminister Rex Tillerson und Heimatschutzminister John Kelly zu Gesprächen nach Mexiko. Die wichtigsten Konfliktfelder:

GRENZMAUER: Trump will an der rund 3200 Kilometer langen Grenze zwischen den USA und Mexiko eine Mauer errichten, um die illegale Einwanderung und den Drogenschmuggel zu stoppen. Mexiko soll für die Mauer zahlen. Die mexikanische Regierung hat wiederholt erklärt, dass sie nicht für die Kosten aufkommen werde. Denkbar wäre, dass die USA den Bau über Strafzölle auf in Mexiko gefertigte Produkte oder mit Steuern auf Überweisungen von in den USA arbeitenden Mexikanern in die Heimat finanzieren.

MIGRATION: Trump hat angekündigt, Millionen illegaler Einwanderer abzuschieben. Heimatschutzminister John Kelly wies die Grenzschutzbehörde am Dienstag an, all jene Migranten ohne Aufenthaltsgenehmigung abzuschieben, die verurteilt wurden, wegen eines Verbrechens angeklagt sind oder einer Straftat beschuldigt werden. Die neuen Richtlinien öffnen die Tür für massenhafte Abschiebungen. In den USA leben Schätzungen zufolge rund 5,8 Millionen Mexikaner ohne Papiere. Die Integration von Millionen Menschen dürfte Mexiko vor große Probleme stellen. Zudem sind die Überweisungen von in den USA arbeitenden Mexikanern ein wichtiger Devisenbringer für das Land.

SICHERHEIT: Die USA und Mexiko kooperieren seit Jahren im Kampf gegen das organisierte Verbrechen. Erst im Januar hatte Mexiko den mächtigen Drogenboss Joaquín „El Chapo“ Guzmán an die Vereinigten Staaten ausgeliefert. Zudem stoppt Mexiko jedes Jahr Zehntausende Migranten aus Mittelamerika auf ihrem Weg in die USA. Trump wirft Mexiko Versagen im Kampf gegen das organisierte Verbrechen vor. Mexiko fordert seinerseits von den USA mehr Engagement im Kampf gegen den Waffenschmuggel und Geldwäsche. Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo drohte zuletzt damit, die Sicherheitskooperation mit den Vereinigten Staaten aufzukündigen, sollten die USA aus dem Nordamerikanischen Freihandelsabkommen (Nafta) aussteigen.

HANDEL: Trump hat angekündigt, das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (Nafta) neu zu verhandeln oder sogar aufzukündigen. Seiner Einschätzung nach gehen durch den Vertrag zahlreiche Arbeitsplätze in den USA verloren. Mexiko will an Nafta festhalten, steht einer Reform aber aufgeschlossen gegenüber. Zudem hat Trump gedroht, mexikanische Produkte mit Steuern zu belegen. Das Handelsvolumen zwischen den beiden Ländern beträgt über 530 Milliarden US-Dollar. 80 Prozent der mexikanischen Exporte gehen in die USA. Das Außenhandelsdefizit der USA gegenüber Mexiko liegt bei 58 Milliarden Dollar.

dpa

Mehr zum Thema

Ungefiltert möchte Trump seine Botschaften verbreitet wissen und erweist deswegen Tausenden in Florida die Gunst. Die Bewegung ist begeistert. Immer schärfer keilt der Präsident gegen die Medien - und das verfängt.

19.02.2017

„H.R.“ McMaster dürfte der erste Sicherheitsberater der USA sein, dessen Bestallung auf einem Sofa verkündet wurde. Ganz in dem ihm eigenen Stil, zieht Trump ihn aus dem Hut. Er bekommt dafür Lob, sogar von seinen Kritikern.

21.02.2017

General Herbert Raymond McMaster wird nach dem Willen von US-Präsident Donald Trump nationaler Sicherheitsberater der USA. Das gab Trump in seinem Domizil in Mar-a-Lago in Florida bekannt.

21.02.2017

US-Präsident Trump will zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko eine Mauer bauen. In Texas liegt der wohl ungewöhnlichste Grenzübergang. Per Boot geht es dort über den Rio Grande. Illegale Migranten werden von riesigen Wüsten und hohen Bergen abgehalten.

23.02.2017
Politik Verhandlungen in Genf - Neue Runde für Syrien-Gespräche

Seit sechs Jahren tobt in Syrien ein Bürgerkrieg. Am Genfer See wollen Regierung und Opposition unter UN-Vermittlung über eine politische Lösung sprechen. An einen schnellen Durchbruch glaubt nicht mal der UN-Beauftragter.

23.02.2017

Die nächste Regelung, die unter Barack Obama in den USA beschlossen wurde, ist Geschichte: Die Regierung des US-Präsidenten Donald Trump hat die von seinem Vorgänger geschaffene Freizügigkeit für Transgender-Menschen rückgängig gemacht.

23.02.2017