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Donald Trump: Manchmal lag er auch richtig

Hintergrund Donald Trump: Manchmal lag er auch richtig

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat im Wahlkampf oft die Wahrheit nicht ganz genau getroffen.

Washington. Der künftige US-Präsident Donald Trump hat im Wahlkampf oft die Wahrheit nicht ganz genau getroffen. Ein Fakt-Checker fand zu einem bestimmten Punkt heraus, dass 91 Prozent seiner Aussagen nicht stimmten.

Er hat aber auch Dinge gesagt, die niemand glauben wollte - die sich dann aber als richtig - oder zumindest nicht ganz falsch herausstellten:

- „Bernie Sanders wurde von den Clinton-lastigen Demokraten im Vorwahlkampf betrogen“.

Tatsächlich kam durch eine Wikileaks-Veröffentlichung heraus, dass Hillary Clinton die Fragen eines TV-Duells vorab zugespielt wurden.

- „Die Umfragen stimmen nicht.“

Immer wenn die Meinungsumfragen im Wahlkampf für ihn ungünstige Werte zeigten, zweifelte Donald Trump sie an. Am Ende stelle sich heraus: Er lag richtig. Die meisten Umfragen sahen seine Erfolgschancen deutlich zu negativ.

- „Die Wahlkampffinanzierung in den USA ist korrupt.“

In den USA gibt es de facto keine Obergrenzen für Parteispender. So können Milliardäre für Kandidaten - über das Instrument sogenannter SuperPacs so viel Geld spenden wie sie wollen. Kaum jemand glaubt, dass etwa der Kasino-Unternehmer Sheldon Adelson seine mindestens 42 Millionen Dollar an die Republikaner ohne die Aussicht auf eine Gegenleistung gegeben hat. Diese vom obersten Gericht erlaubte Praxis wollen auch viele Demokraten ändern.

- „Es gibt ein paar 'Bad Hombres' unter den Einwanderern aus Mexiko.“

Tatsächlich sind die USA von den blutigen Drogenkriegen in Mexiko betroffen. Illegale Drogen werden von den Kartellen über die Grenze geschafft. Schon 2012 warnte Präsident Barack Obama die Regierung in Mexiko: „Das kann unsere Beziehungen belasten.“

- „Nato-Mitglieder wie Deutschland sollen für den Schutz der USA zahlen.“

Dies ist sehr stark vereinfacht dargestellt, aber nicht ganz ohne Substanz. Die Nato-Mitgliedsstaaten haben sich untereinander zugesichert, dass sie mindestens zwei Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes für Verteidigungsausgaben verwenden - um die jeweiligen Armeen schlagkräftig zu halten. Tatsächlich bleiben mehrere Nato-Ländern seit Jahren unter dieser Grenze, darunter Deutschland (1,19 Prozent 2015) und Frankreich.

dpa

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