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Politik „Drogensanktionen“: Eiszeit zwischen USA und Venezuela
Nachrichten Politik „Drogensanktionen“: Eiszeit zwischen USA und Venezuela
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06:52 15.02.2017
Venezuelas Vizepräsident Tareck El-Aissami (l) und Präsident Nicolás Maduro am Dienstag in Caracas. Quelle: Prensa Miraflores
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Caracas

Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat die von den USA gegen Vizepräsident Tareck El Aissami erhoben Anschuldigungen, dieser sei in den Drogenhandel verstrickt, als „infam“ verurteilt.

Er verlangte vom US-Geschäftsträger in Caracas, Lee McClenny, eine öffentliche Entschuldigung für den Schaden, der der Ehre El Aissamis zugefügt worden sei. Schon unter US-Präsident Barack Obama hatten sich die Beziehungen verschlechtert, Maduro unterstellte den USA wiederholt Invasionspläne und ließ große Militärmanöver veranstalten.

Vom US-Finanzministerium wird El Aissami eine Verwicklung in den Drogenhandel vorgeworfen. Er wurde auf eine Liste mit Personen gesetzt, deren Vermögen eingefroren werden und mit denen niemand aus den USA mehr Handel treiben darf. Nach Auffassung der US-Regierung kontrolliert El Aissami Drogenrouten nach Mexiko und in die USA.

Maduro betonte, in El Assimis Zeit als Innenminister unter Präsident Hugo Chávez (gestorben 2013) seien zwischen 2008 und 2012 insgesamt 102 Drogenhändler festgenommen und 21 in die USA ausgeliefert worden.

Venezuelas Außenministerin Delcy Rodríguez sagte, das seien haltlose Vorwürfe gegen einen „anständigen und würdigen Venezolaner“. Maduro, der gute Beziehungen zu Russland, Iran und China pflegt, hatte sich zu Obamas Nachfolger Donald Trump zunächst fast freundlich geäußert und auf bessere Beziehungen gesetzt. Die USA sind bisher trotz aller Spannungen der wichtigste Abnehmer von Erdöl. Venezuela leidet trotz der größten Ölreserven der Welt nach 18 Jahren sozialistischer Regierung unter einer dramatischen Inflation und Versorgungskrise.

Gerüchte über Verwicklungen von Regierungsvertretern in Geldwäsche- und Drogengeschäfte gibt es schon lange. Der 42-jährige El Aissami gilt als möglicher Nachfolger von Maduro soll über ein umfangreiches Firmengeflecht verfügen. Innenminister wurde er mit gerade 33 Jahren, im Januar wurde der Mann mit syrisch-libanesischen Wurzeln sogar zum Vizepräsidenten des Landes ernannt. Bei politischen Gegnern ist der eingefleischte Sozialist wegen seiner Rücksichtslosigkeit gefürchtet.

dpa

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