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Politik Droht Chinas gestürztem Politstar die Todesstrafe?
Nachrichten Politik Droht Chinas gestürztem Politstar die Todesstrafe?
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00:00 27.08.2013
Peking

Fünf Prozesstage lang hat er sich verzweifelt gewehrt, der frühere chinesische Politstar Bo Xilai. Dies legt ihm die Anklage als großen Fehler aus: Sie will den gestürzten Funktionär lange hinter Gittern sehen. Nach dem Willen der Anklage soll Bo Xilai hart bestraft werden. „Der Beschuldigte hat sehr schwere Verbrechen begangen und will seine Verantwortung nicht eingestehen“, sagte ein Staatsanwalt. Die Anklage wirft dem ehemaligen Parteichef der 30-Millionen-Metropole Chongqing Korruption und Machtmissbrauch vor. Das Gericht kündigte ein Urteil zu einem „anderen Zeitpunkt“ an. Bo Xilai droht eine schwere Strafe: Auf Korruption und Unterschlagung steht in China im schlimmsten Fall die Todesstrafe.

Staatsmedien erwarten für Anfang September eine Entscheidung.

Bo wies die Vorwürfe erneut scharf zurück. Die Anklage habe viele Zeugen aufgerufen und 90 Ordner mit Material über ihn zusammengestellt. „Aber wie viele dieser 90 Ordner haben überhaupt etwas mit mir zu tun?“ Die Anschuldigungen eines Geschäftsmannes, der die Familie mit teuren Geschenken und Geld für eine Villa in Frankreich bestochen haben will, versuchte Bo auf seine Ehefrau Gu Kailai zu lenken. „Ich habe das wirklich nicht gewusst.“ Die Staatsanwaltschaft wirft Bo Korruption und Unterschlagung in Höhe von umgerechnet rund 3,3 Millionen Euro vor. Ein früheres Geständnis aus Verhören bei der parteiinternen Disziplinarkommission widerrief Bo. Er habe die Aussagen damals nur gemacht, „weil ich in meinem Herzen geglaubt hatte, dass ich mein Parteibuch und mein politisches Leben retten könnte“.

OZ

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